In der Klimarettung geht es nicht voran. Die Chancen für Mann und Frau sind immer noch ungleich. Die Krankenkassenprämien steigen, nicht aber die Löhne. Denn die Politik ist in den letzten Jahren den Lobbyisten und Profitinteressen gefolgt statt dem Gemeinwohl. Zum Schaden der Schweiz. Zum Nachteil Graubündens.

Was wir brauchen: Erneuerung statt Stillstand.

Wir bauen ein besseres Morgen, wenn wir die Klimakatastrophe stoppen. Zugleich schaffen wir mit einem Green New Deal Arbeitsplätze und machen unsere Wirtschaft zukunftstauglich. Investieren wir in Kinderbetreuung und gute Löhne für Frauen und Männer. Und: Räumen wir auf mit dem Filz und machen Politik für die Leute. Für alle statt für wenige.

Das ist Fortschritt. Dafür setzen wir uns mutig ein. Mit Zuversicht und neuen Köpfen. Darum treten wir als SP Graubünden bei den eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober 2019 an. Das sind unsere fünf Prioritäten:

Oder zumindest dafür sorgen, dass die Schweiz ihren Beitrag dazu leistet. Die Klimaerhitzung ist die grösste Herausforderung unserer Zeit. Für die ganze Menschheit. Aber speziell auch für das Berggebiet. Wenn wir nicht schnell und entschlossen handeln, sind unsere Lebensgrundlagen bald zerstört. Darum wollen wir einen Green New Deal für unser Land. Wir fordern:

  • Einen fossilfreien Finanzplatz. Schweizer Banken, Versicherungen und Pensionskassen sind mit ihren Investitionen die grössten Klimasünder der Nation. Das muss gestoppt werden. Der Schweizer Finanzplatz darf nicht länger die Klimakatastrophe anheizen.
  • Einen CO2-freien Verkehr. Die Mobilität muss rasch und sozialverträglich elektrifiziert werden. Das heisst: Investitionen in die Forschung und in die Eisenbahn, mehr Güter auf die Schiene, keine neue Zulassung von Verbrennungsmotoren ab 2030, aktive Förderung von Velo- und Fussverkehr, wirksame CO2-Abgaben auf Flugreisen.
  • 100% erneuerbare Energie. Der Kohle- und Gasstrom aus dem Ausland muss besteuert, Schweizer AKWs müssen bald abgeschaltet und der Gebäudepark dank kluger Förderung dringend energetisch saniert werden. Und es braucht jetzt einen Klimafonds für den raschen Ausbau der Solarenergie.

Ohne sozialen Fortschritt funktioniert Öffnung nicht. Das zeigt der Brexit. Aber auch sozialer Schutz ohne Öffnung funktioniert nicht. Das zeigt Orbans Ungarn. Wir kämpfen für die Personenfreizügigkeit UND für die flankierenden Massnahmen – gegen den Frontalangriff der SVP mit ihrer «Kündigungsinitiative». Und wir wollen ein institutionelles Rahmenabkommen mit der EU. Aber nur, wenn wir zugleich unsere Löhne, unsere soziale Sicherheit und unseren Service Public sichern können. Ob wir diese Kombination von europäischer Öffnung und sozialem Fortschritt mit Nachverhandlungen, aussenpolitischen Klärungen oder innenpolitischen Lösungen schaffen, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass wir alles dafür tun. Im Interesse des Grenz- und Tourismuskantons Graubünden. Denn europäische Öffnung und sozialer Fortschritt bedingen sich. Ein voreiliges und bedingungsloses Ja oder ein kategorisches Nein zum bisherigen Vertragsentwurf bringen uns nicht weiter.

Wir solidarisieren uns ohne Einschränkungen mit den Forderungen des Frauenstreiks vom 14. Juni 2019. Und wir fordern: Lohngleichheit, faire Renten und mehr Teilzeitarbeit für Mann und Frau, eine grosszügige Elternzeit, mehr und zahlbarere Kinderbetreuung, die Ehe für alle, Geschlechterquoten, griffige Massnahmen gegen Gewalt an Frauen und LGBT*IAQ+-Personen[1] sowie einen Aktionsplan gegen Sexismus und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung.

[1] LGBT*QIA+: Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender*, Queers, Intersexuals, Asexuals, +. Das Pluszeichen drückt aus, dass es noch weitere Minderheiten gibt, die nicht mit einem Buchstaben in der Abkürzung vertreten sind.

Die Kosten für Krankenkassenprämien und für Selbstbehalte sind für Familien und den Mittelstand zu stark gestiegen. Viel stärker als die Löhne. Damit muss jetzt Schluss sein. Niemand soll mehr als 10% des Haushaltseinkommens für die Krankenkassenprämien ausgeben, niemand soll höhere Franchisen als heute bezahlen müssen. Und Graubünden soll für seine vorbildliche Lösung bei der individuellen Prämienverbilligung besser vom Bund abgegolten werden. Dafür kämpfen wir. Genauso wie gegen den Abbau von medizinischen Leistungen, die nur zu Zweiklassenmedizin führen. Kosteneinsparungen für das Gesundheitswesen sind bei Pharmakonzernen, Krankenkassen, beim ruinösen Wettbewerb unter den Spitälern und bei den Privilegien für Spezialärzte und Privatkliniken möglich.

Die Schweizer Politik ist zu oft am Gängelband mächtiger Lobbys und ihrer Geldinteressen. Zu viele Politiker (und einige Politikerinnen) lassen sich ihre öffentlichen Ämter in Verwaltungs-, Stiftungs- oder Beiräten von mächtigen Konzernen «vergolden». Entsprechend stimmen sie oft für deren Profit statt für das Gemeinwohl. Wir fordern eine Stärkung von Demokratie und Rechtsstaat – auch durch mehr Transparenz in der Politikfinanzierung. Und wir wollen mehr unabhängige Politikerinnen und Politiker, die sich im Parlament für alle statt für wenige einsetzen.

JON PULT
National- und Ständeratskandidat

*1984
lic. phil., Kommunikationsberater

Engadinstrasse 19, Chur

076 508 16 33
jon@jonpult.ch / www.jonpult.ch

Seit ich 18 bin, brenne ich für Politik. Ich habe die JUSO mit gegründet, war sieben Jahre Churer Gemeinderat, sieben Jahre kantonaler Parteipräsident und acht Jahre Grossrat. Jetzt bin ich 34 und will mich in Bern für eine fortschrittliche Schweiz einsetzen. Als Vertreter des fortschrittlichen Graubündens.

Ich bin im Spital Scuol als schweizerisch-italienischer Doppelbürger geboren und habe in Guarda und Milano angefangen zu sprechen. Bevor ich in Domat/Ems und Chur in den Kindergarten kam, konnte ich als italienisch-romanischer Bub kein Wort Deutsch. Ich musste es lernen. Das war eine frühe Lektion: Miteinander reden heisst zuhören, verstehen – und selber verständlich sein. So baut man Brücken zueinander. Das hat mich geprägt. Brücken statt Mauern bauen. Mut statt Angst machen. Daran glaube ich. Als Mensch, als Politiker und auch in meinem Beruf als Kommunikationsberater einer Zürcher KMU.

Die Schweiz hat eine gute Zukunft, wenn sie Brücken baut. Zueinander und in die Welt. Unsere Chancen sind unsere kulturelle Vielfalt, unsere Innovationsbereitschaft und unsere sozialen Errungenschaften wie die AHV. Deutlich besser werden müssen wir beim Klimaschutz und in der Familienpolitik.

Eine schlechte Zukunft hat die Schweiz, wenn sie Mauern hochzieht. Wenn sich der Geld-Klüngel auf Kosten der Bevölkerung durchsetzt. Wenn die persönlichen Profite wichtiger sind als eine gesunde Natur. Oder wenn ein paar Mächtige für sich und ihre Freunde Extrawürste fordern und gleichzeitig auf Menschen herumtrampeln, die sich kaum wehren können.

Darum brenne ich für soziale Gerechtigkeit. Darum bekämpfe ich Misswirtschaft wie in der Olympia-Kampagne. Oder wie beim Baukartell-Skandal, als ich in der GPK die Einsetzung der ersten PUK in der Geschichte Graubündens mit auf den Weg brachte. Darum setze ich mich für eine intakte Umwelt ein. Darum bin ich Präsident der Alpen-Initiative.

In der Bündner Politik habe ich zu kämpfen gelernt. Aber auch, wie man aus der Minderheit heraus Mehrheiten gewinnen kann. Jetzt will ich mich in Bern für meine Überzeugungen einsetzen. Ich will dafür kämpfen, dass die Schweiz eine klimapolitische Pionierin wird. Ich will mich dafür engagieren, dass wir in der Schweiz endlich eine moderne Familienpolitik machen. Und: Ich will für eine soziale und offene Schweiz streiten. Darum will ich ins Bundesparlament.

Wenn man etwas verändern will, muss man manchmal etwas riskieren, aufs Ganze gehen. Deshalb habe ich letztes Jahr nicht mehr für den Grossen Rat kandidiert und bin offen zu meiner nationalen Ambition gestanden.

Deshalb bin ich heute bereit, als Nationalrat zu kandidieren – und auch als Ständerat. In anderen Kantonen sind solche Doppelkandidaturen normal. In Graubünden wage ich es als Erster. Ich habe mich für die Doppelkandidatur entschieden, weil es auch bei den Ständeratswahlen eine Alternative, eine echte Auswahl, braucht.

Ich möchte auch als Ständerat kandidieren, damit jemand die Interessen von möglichst vielen Bündnerinnen und Bündner vertritt – und nicht von möglichst vielen Verwaltungsräten.

Ich möchte auch als Ständerat kandidieren, weil sich viele Menschen Politiker wünschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und nicht wie Wirtschafts-Lobbyisten auftreten.

Als dreisprachiger Bündner bin ich im ganzen Kanton verankert. Aber mit niemandem wirtschaftlich verbandelt. Das macht mich als Politiker frei.

Ich möchte, dass Graubünden nach den Wahlen im Nationalrat und im Ständerat durch unabhängige und fortschrittliche Politik auffällt. Darum habe ich Ja gesagt, als mich die Parteileitung für die Doppelkandidatur angefragt hat.

SANDRA LOCHER BENGUEREL
Nationalratskandidatin

*1975
Primarlehrerin

Fondeiweg 2, Chur

079 658 13 53
locher.benguerel@bluewin.ch / www.locherbenguerel.ch

Ich stelle mich der Wahl.
Politik ist eine meiner Leidenschaften. Seit über zehn Jahren engagiere ich mich im Grossen Rat. Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mich fürs Nationalratsticket der SP Graubünden der Wahl zu stellen und meine politische Erfahrung für Graubünden auf nationaler Ebene in Bern einzubringen.

Ich bin mit Graubünden verbunden.
Als Bergsportlerin kenne ich den weit gefächerten Kanton genau. Als langjährige Grossrätin kenne ich die politischen Herausforderungen unseres Alpenkantons. Eine zukunftsträchtige Umwelt-und Klimapolitik, ein verantwortunngsvoller Umgang mit unseren Ressourcen und eine aktive Sprach- und Kulturpolitik sind wichtige Themen für Bern.

Ich bin mit der Schweiz verbunden.
Die Schweiz ist mitten drin. Als ganz grosses Thema sehe ich das Europadossier. In Bern würde ich mich für eine Schweiz einsetzen, welche das Wort mittendrin verdient und welche ihrer langjährigen humanitären Tradition mutig folgt.

Ich bin mit Menschen verbunden.
Mein Feuer brennt besonders stark für politische Themen, welche den Menschen direkt betreffen. Es stimmt mich nachdenklich, wenn ich sehe, wie gross die sozialen Unterschiede in unserer Gesellschaft nach wie vor sind. Der Strukturwandel und die Digitalisierung dürfen diese nicht noch verschärfen. Sozialdemokratische Werte sind nicht einfach gegeben, sondern müssen laufend neu verhandelt, verbessert und erkämpft werden.

Ich bin mit den Frauen besonders verbunden.
Seit über zehn Jahren stehe ich meine Frau in der Politik. Heute stehen mir als Frau viele Türen offen, welche für meine Mutter geschlossen waren. Der Bundesverfassungsartikel zur Gleichstellung muss nach 37 endlich umgesetzt werden. Ich möchte in Bundesbern als Bündnerin, sco dunna dal Grischun, den Frauen eine engagierte Stimme geben.

Ich baue Brücken.
Zurück zur Bergsportlerin. Auch in der Politik braucht es Ausdauer, Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit. Auch in der Politik geht es gemeinsam besser. Ich baue gerne Brücken zwischen Menschen und Interessensgemeinschaften. Während meinen Jahren in der Bündner Politik konnte ich mir ein grosses Netzwerk über die Parteigrenzen hinaus aufbauen. Meine Stärke ist das Lobbying. Die Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts, kreaitv sein, kritisch denken und kooperativ handeln, zeichnen mich aus. Ich denke kritisch, analysiere und kann auch schon mal ganz schön hartnäckig sein- im Zeitalter von fakenews ist dies unabdingbar. Mit Herzblut würde ich in Bern weitere Brücken schlagen und damit zu tragfähigen Lösungen beizutragen.

Ich bin bereit.
Es ist mir eine grosse Freude, gemeinsam mit diesem starken initiativen Team in den Wahlkampf zu gehen und möglichst viele Stimmen für die SP zu holen. Ich bin bereit. Ich bin motiviert. Ich stelle mich der Wahl.

FRANZISKA PREISIG
Nationalratskandidatin

*1973

Dr. iur. & Dozentin HF

Quadratscha 14, Samedan

079 484 75 57
fp-law@bluewin.ch

Meine Kandidatur ist kein Kopfentscheid, sondern eine Herzensangelegenheit. Sie basiert nicht auf der Logik einer Karriereleiter, sondern auf der Logik meines Lebenslaufs.

Ich bin auf einem Bauernhof im Appenzellerland in einer Grossfamilie aufgewachsen. Der Hof war nur gepachtet. Die Verpächterin an Gemeinheit kaum zu überbieten und gespart wurde überall: Wir hatten im Haus kein warmes Wasser, kein Badezimmer, sondern nur ein Plumpsklo, das wegen dem undichten Fenster im Winter regelmässig schneebedeckt war, der einzige Kachelofen wärmte knapp die Stube und die Zimmertemperatur meines Schlafzimmers sank mehrmals im Winter bis auf minus acht Grad. An der Hausaussenwand lösten sich die Schindeln und darunter kam das Isolationsmaterial der letzten Hausrenovation zum Vorschein, nämlich Zeitungen mit Berichten der Politik kurz nach der letzten Tagsatzung in Frauenfeld 1848. Diese Isolation war für mich schon damals das Spannendste an unserem geschichtsträchtigen Haus.

Meine Grossmutter war viele Jahre im Einwohnerrat von Herisau und mein Vater bei der Gründungsversammlung der SVP AR dabei. Ich war gerade in der Pubertät und rebellierte aus Prinzip gegen alle Argumente der Erwachsenen an unseren politischen Tischgesprächen. Bis ich eines Tages merkte, dass ich meine Gegenargumentation durchaus ernst meine.

In diesem Appenzellerland, wo jedes Stubenfenster auf den Säntis ausgerichtet ist, wurde es mir bald zu eng. Ich drehte mich weg von dieser Klagemauer von Alpstein und sah die Welt über den Bodensee bis weit nach Deutschland hinaus. Ich ging mit 16 Jahren nach Kreuzlingen und besuchte dort das Lehrerseminar.

1992 wurden in Palermo Giovanni Falcone und Paolo Borsellino ermordet. Das waren zwei Morde zuviel, die Frauen in Palermo begannen mit weissen Leintücher geeint ihren Widerstand gegen die Mafia. Diese Wut-Energie wollte ich begreifen, selber spüren. Ich reiste, trotz Null-Franken-Budget, nach Sizilien und schrieb zwei Arbeiten über die Mafia. Ich wurde während meinen Recherchen von Maschinenpistolen bedroht, sass beim Prozess gegen Totò Riina auf der Zuschauertribüne neben der Ehefrau von Santapaolo und erlebte in Corleone, wie die Läden sich schlossen, als ich mit einer Journalistin dort aufkreuzte. Später studierte ich in Bologna Jus und promovierte dort.

Im Winter 1990/91 begann ich in der Skischule Celerina als Skilehrerin zu arbeiten. Duri Campell übernahm zur gleichen Zeit die Leitung dieser Skischule und Jacqueline Badran wurde zu meiner Berufskollegin. Sie gab in den schon damals heftig geführten Politdebatten im Skischulbüro den Ton an. Ich kann mich folglich fast mit Nationalratserfahrung brüsten. Seit 2003 wohne ich fix im Engadin und bin inzwischen Mutter von vier Kindern.

Definitiv in die Politik schlitterte ich, als ich von einem wegziehenden Kollegen die Rechtsberatung für das Initiativkomitee gegen den Zweitwohnungsbau übernahm. Ich musste gleich mit einer Stimmrechtsbeschwerde vor Verwaltungsgericht starten, was mir beruflich zwar viele Nachteile einbrachte, aber schliesslich zu einer Raumplanungsspezialistin machte.

Sie haben von mir bis jetzt noch keine Themen resp. politische Inhalte oder Ziele gehört, das werden Sie auch nicht. Ich suchte mir noch nie die Themen aus, sondern die Themen suchten immer mich, meistens mit voller Wucht und mit dieser Energie setze ich mich jeweils auch für sie, die Sache, ein. Aber über allem steht dabei immer, gerechte und faire Lösungen zu finden, auf unsere Grundrechte und Grundwerte zu achten.

Als Juristin, Dozentin sowie Mutter mit grosser Lebenserfahrung und viel Respekt wie auch täglicher Faszination gegenüber den Mitmenschen in deren Vielfalt und gleichzeitiger Einzigartigkeit denke ich, einen genügend bepackten Rucksack für Bern mitzubringen.

ERIKA CAHENZLI-PHILIPP
Nationalratskandidatin

*1964

Primarlehrerin & Hausfrau

Gaidlaweg 3, Untervaz

079 775 69 39
erika.cahenzli@bluewin.ch

Ich will mich mit Freude engagieren für eine Schweiz, wie ich sie mir vorstelle: als Gemeinschaft, die sich auf Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit beruft, ihre Stärke am Wohl der Schwächsten misst, wie in der Verfassung versprochen, und für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen kämpft. Das sind Grundwerte der Sozialdemokratie und die möchte ich in Bern weiterhin stark vertreten wissen.

Wer bin ich und was liegt mir besonders am Herzen?

  1. Ich bringe Erfahrungen mit als Mutter von vier erwachsenen Kindern, als Primarlehrerin, Hausfrau, Grossrätin und Exekutivmitglied einer Bündner Gemeinde. Dabei habe ich mit jungen und alten Menschen zu tun und weiss, das Thema Gesundheit ist für Viele zentral wichtig. Eine qualitativ gute Versorgung muss für alle zugänglich sein. Niemand darf durch Krankheit oder durch die Krankenversicherung in wirtschaftliche Not gelangen. Um die notwendige Kostendämmung im Gesundheitswesen zu erreichen, müssen die verschiedenen Akteure die Eigeninteressen zu Gunsten der gemeinsamen Sache zurückstellen. Das ist nur mit einem unabhängigen Parlament mit möglichst wenig Interessensbindungen möglich.
  2. Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen und weiss um die Wichtigkeit unserer natürlichen Grundlagen und unserer Abhängigkeit vom Klima. Der letzte Sommer war ein Beispiel dazu. Mit dem Versenken des CO2 Gesetzes in der Wintersession 2018 hat der Nationalrat seine Aufgabe nicht gelöst. Ein wirkungsvoller Klimaschutz muss jetzt dringend ernst genommen werden. Die wissenschaftlichen Fakten liegen auf dem Tisch und effiziente Massnahmen gegen den globalen Temperaturanstieg sind bekannt. Wir brauchen ein Parlament, welches zur Umsetzung dieser Massnahmen endlich den Mut aufbringt.
  3. Als langjährige Kirchgemeindepräsidentin und als Freiwillige im Alters- und Flüchtlingsbereich stehe ich ein für die Rechte und Würde aller Menschen. Vor 70 Jahren wurde die Erklärung der Menschenrechte verabschiedet, als Grundgesetz für den Umgang unter allen Völkern der Erde. Es wurden seither wohl in verschiedenen Bereichen Fortschritte erreicht, und doch werden noch heute die Rechte von Millionen verletzt. Es ist Aufgabe der Politik, wie auch der Zivilgesellschaft, sich für diese Rechte beharrlich einzusetzen. Ohne Politikerinnen und Politiker, die immer wieder aufs Neue dafür einstehen, droht diesen Rechten der Zerfall.

Ich glaube an die Kraft guter Argumente und die Sozialdemokratie hat gute Argumente. Darum müssen wir in Bern stark vertreten sein. Dafür setze ich mich ein.

PHILIPP WILHELM
Nationalratskandidat

*1988
Architekt (ETH)

Promenade 62, Davos

079 318 77 38
wilhelm.phi@gmail.com / www.philipp-wilhelm.ch

Meine Motivation, in Graubünden Politik zu machen, ist simpel: Nach meinem Studium kehrte ich ins Berggebiet zurück – als einer der einzigen in meiner vormaligen Davoser Maturaklasse. Für junge Menschen ist es nicht einfach, hier zu bleiben. Graubünden braucht mehr Perspektiven. Die haben wir dann, wenn unser Kanton moderner, offener, gerechter, bezahlbarer und klimafreundlicher wird. Dafür arbeite ich seit 2012 im Grossen Landrat von Davos, dem ich seit letzten Donnerstag vorstehen darf. Mit der gleichen Haltung präsidiere ich seit bald 3 Jahren die SP Graubünden und konnte im vergangenen Juni in Davos einen Grossratssitz für die SP zurückgewinnen. Und mit der gleichen Motivation möchte ich mich auch als Kandidat für den Nationalrat anbieten – aber nicht nur deswegen.

Mir bereitet der Blick nach Bern nämlich grosse Sorgen. Immer mehr versuchen finanzstarke Lobbys das Recht der Stärkeren durchzusetzen. Gestützt werden sie von alteingesessenen Männern. Es werden zu wenig Lösungen für alle gesucht, für den Mittelstand, für die Normalverdienenden oder für die Umwelt, sondern vielmehr Lösungen für das eigene Portmonee, für die eigenen Interessen. Das ist gefährlich, nicht nur, weil so fortschrittliche Lösungen für die Leute in unserem Land blockiert werden, sondern auch, weil so das Vertrauen der Menschen in unsere demokratischen Institutionen geschwächt wird.

Wohin dieser Verdruss am Politikversagen führen kann, zeigt der sorgenvolle Blick über die Landesgrenze: Weltweit sitzen immer mehr Machthaber wie Trump, Putin oder Erdogan an den Schalthebeln. Es sind knallharte Egoisten, die ihr Land und unseren Planeten nicht ins 21. Jahrhundert, sondern lieber ins letzte Jahrtausend zurückführen wollen. Sie treiben einen Keil in die Gesellschaft, hetzen gegen Minderheiten, torpedieren internationale Zusammenarbeit – wie etwa beim für unser Berggebiet so wichtigen Klimaschutz.

Wir müssen den Kurs darum unbedingt wieder auf vorwärts setzen. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich die Politik dazu erneuern muss. Ich bin überzeugt, dass neue Kräfte ans Werk müssen. Kräfte, die wieder das Wohl aller ins Zentrum stellen, die sich für den Fortschritt, für Gleichstellung, für Anstand, für moderne Lebens- und Arbeitsbedingungen und für einen sorgsamen Umgang mit unserer Umwelt einsetzen – letzteres gerade nach dem bundesberner CO2-Gesetz-Debakel im Dezember.

Für diese Erneuerung möchte ich als junger Politiker einstehen. Und ich bin gerade auch als Kantonalpräsident stolz darauf, dass ich das zusammen mit derart starken und frischen Mitgestalterinnen und Mitgestaltern tun darf. Der heute präsentierte Vorschlag für unsere Nationalratsliste zeigt auf, dass die SP die Partei für die Erneuerung ist, eine Fortschrittspartei. Denn wer erneuern will, muss die Erneuerung auch in den eigenen Reihen schaffen. Hier sitzt der Beweis.