Am 10. Juni 2018 in die Regierung

PETER PEYER

Meine Familie und ich gehören zu den Privilegierten in unserem Land. Gerechte Verteilung der Lasten, gleiche Chancen am Start für alle. Ich bin heute das, was diese gute Politik der Nachkriegsjahre ermöglich hat: Mittelstand. Vieles in meinem Leben verlief nicht geplant, mein Lebenslauf liest sich nicht wie die typische Politikerkarriere. Trotzdem kann ich heute für die Regierung kandidieren. Unsere Gesellschaft hat sich geöffnet. Unser Arbeitsleben und unser Bildungssystem sind durchlässiger geworden. Das ist für mich Fortschritt. Da möchte ich ansetzen und auch als Regierungsrat weiteren Fortschritt erkämpfen. Für die Leute, die vieles richtig machen, aber immer noch auf keinen grünen Zweig kommen.

Antrittsrede am Wahlsonntag der Vorwahlen

Drei Wahlversprechen

Für Verbindlichkeit, Respekt, Anstand und Ehrlichkeit in der Politik.

  1. Ich verspreche als Regierungsrat für meine Werte und Ideen einzustehen und innerhalb der Regierung konstruktiv und auch hartnäckig dafür zu kämpfen. Die Wählerinnen und Wähler haben den Anspruch, dass Politiker nach den Wahlen wirklich für die Dinge einstehen, die sie im Wahlkampf erzählt haben.
  2. Ich verspreche als Regierungsrat die Kollegialität hochzuhalten und das Gemeinwohl immer über Einzelinteressen zu stellen. Alle Bürgerinnen und Bürger haben das gleiche Recht, dass ihre Anliegen ernst genommen werden und ihnen zugehört wird.
  3. Ich verspreche als Regierungsrat offen, ehrlich und verbindlich zu kommunizieren. Staatliches Handeln muss für die Bevölkerung nachvollziehbar sein. Die Leute sollen immer wissen, woran sie sind.

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Konkreter Fortschritt für Graubünden

Wenn einer wie ich offizieller Regierungsratskandidat der SP sein kann, hat das mit Fortschritt zu tun. Einer, der Arbeiterkind ist und keinen akademischen Titel trägt. Einer, der aus eigener Erfahrung weiss, dass es nicht immer gerade läuft im Leben. Mein Werdegang zeigt: Unsere Gesellschaft hat sich geöffnet.

Da will ich ansetzen. Für diejenigen, die vieles richtig machen, sich beteiligen, sich an die Regeln halten, hart arbeiten, und trotzdem das Gefühl haben, nicht vom Fleck zu kommen. Und für diejenigen, denen es zwar gut geht, die aber in einer fortschrittlichen und gerechten Gesellschaft leben wollen.

Darum will ich die Themen Wirtschaft, Gesellschaft und Finanzen ins Zentrum meiner Kampagne stellen. Denn unsere gute Bildungs-, Kultur- und Umweltpolitik entfalten ihre Wirkung erst, wenn es Arbeit im Kanton gibt, wenn günstige Kinderbetreuung sichergestellt ist, wenn das Einkommen für mehr als das Wohnen und das Bezahlen der Krankenkassenprämien reicht, wenn die öffentlichen Dienstleistungen gut funktionieren und nachhaltig finanziert sind.

  1. Ich will die Wirtschaft diversifizieren, Graubünden als Ausbildungskanton positionieren und die schnellen Leitungen zum Nutzen aller verfügbar machen. Wir dürfen die Digitalisierung nicht verpassen, insbesondere auch zum Wohle der Regionen.
  2. Ich will endlich die vollständige Gleichstellung der Geschlechter und mehr Frauen an den Stellen, wo die Entscheidungen getroffen werden. Und: Wir brauchen mehr und bessere Arbeits- und Schulintegration der Asylsuchenden in unserem Kanton. Alle sollen anpacken und ihre Chance erhalten in und für Graubünden.
  3. Ich will, dass unser Gemeinwesen ehrgeizig diese Ziele verfolgt. Dazu braucht es Mut, Fleiss, Beteiligung und eine solide Finanzierung. Deshalb will ich dafür sorgen, dass alle wieder im Rahmen des ihnen Möglichen an den Staatshaushalt beitragen. Graubünden will ein Kanton der Beteiligung und des Zusammenhalts sein und nicht ein Kanton des möglichst grossen Eigennutzes für das oberste Prozent.

 

Als überzeugter Sozialdemokrat stehe ich für diejenigen ein, die fortschrittliche Werte hoch halten wie Zusammenhalt und Beteiligung, gerechte Verteilung der Ressourcen und Lasten, Chancengleichheit für alle Kinder, Fairness für alle Menschen.

Aber ich will niemanden bekehren. Ich will die Leute lediglich davon überzeugen, dass es in Graubünden Fortschritt für alle braucht. Und dass ich eine gute Ergänzung zur bürgerlichen Mehrheit in der Regierung bin.

Darum ist es jetzt Zeit, die Hand auszustrecken und mit den anderen politischen Kräften Ideen und Lösungen für Graubünden zu entwickeln. Zusammen. Das erwarten die Wählerinnen und Wähler von der Politik. Das erwarten sie gerade von mir und der SP.