Die SP Graubünden hat der Bündner Regierung einen Fragenkatalog betreffend Olympische Winterspiele 2026 in Graubünden gestellt. Die Antworten sind vage. Nach wie vor herrscht keinerlei Transparenz und Klarheit betreffend Partnern und Host-City und den zu erwartenden hohen Kosten für Infrastruktur und Sicherheit. Keine Angaben machen will die Regierung zu den von ihr selbst geforderten «roten Linien» gegenüber dem korruptionsanfälligen IOC. Besonders stossend: Bis jetzt fliesst das Geld, das der Kanton schon gesprochen hat, grösstenteils an die Firma «Infront Ringier», Zug.

Langsam kommt dank der SP etwas Licht ins Dunkel. Die Bündner Regierung beauftragte die Dachorganisationen der Bündner Wirtschaft mit der Ausarbeitung eines Konzeptes für Olympische Winterspiele in Graubünden. Diese gaben den Auftrag weiter an Andreas Wieland, CEO der Hamilton in Bonaduz. Dieser wiederum stellte sich ein „Kernteam“ zusammen, das sich «Eigenleistungen» für CHF 250.00/Std. anrechnen lassen darf. Und: Der grösste Brocken für das mit Steuergeldern finanzierte Grobkonzept, nämlich CHF 245‘000.00, fliessen an «Infront Ringier» mit Sitz im steuergünstigen Zug. 30 Seiten des Grobkonzepts soll «Infront Ringier» gemäss Angaben von Jürg Michel, Direktor des Bündner Gewerbevergbandes, geliefert haben. Macht satte 8‘166.- pro Seite. Für Normalverdienende ein schöner Monatslohn. Bezahlt haben es die Bündner Steuerzahlenden. Diese dürfen das Konzept aber nicht lesen, weil geheim.

Die Abstimmungskampagne der Olympiapromotoren wird von Zürich gesteuert. Zuständig ist die Zürcher «Müller Consulting & Partner».

Fazit: Keine Transparenz, keine Klarheit. Dafür aber die Gewissheit, dass bis jetzt Graubünden bezahlt, das Lobby-Unternehmen aus Zürich und Zug kassieren. Graubünden fit für Olympia? So sicher nicht.