SP Graubünden | Gürtelstrasse 24 | Postfach 561 | CH-7001 Chur | Fon +41 81 284 91 00 | Fax +41 81 284 91 01 | info@sp-gr.ch

 

 

Home

 

Standpunkte

SP Graubünden

Tourismus

WEF

Kantonsfinanzen

Bildung

Vernehmlassungen

 

Behörden

Nationalrat

Ständerat

Regierungsrat

Grosser Rat

Gerichte

 

Wahlen

Nationalrat 2003

Ständerat 2002

Grosser Rat 2003

 

Sektionen

 

Archiv

Medienmitteilungen

Medienkonferenzen

Zeitschrift concret

Wahlen

Volksbegeheren

 

Kontakt

Beitritt

Unterlagen

Adressen

 

Links

 

Wahlen

Nationalrat 2003

Infos zur JUSO - Liste 8

Zeitschrift - Concret - Ausgabe Nationalratswahlen

Nationalratswahlen - SP Graubünden - Liste 1

Wahlresultate 19. Oktober 2003
SP
Stimmen
Andrea Hämmerle 22 444
gewählt
Paola Giovanoli 8955
Peter Peyer 8526
Andrea Fopp 6464
Beat Wittwer 6228

WählerInnenanteil: Listenverbindung SP und JUSO = 24,9 %


KandidatInnen - nominiert am Parteitag vom 24. Mai 2003

Andrea Hämmerle, Pratval

Paola Giovanoli, Malans

Andrea Fopp, JUSO Graubünden

Peter Peyer, Chur

Beat Wittwer, Domat/Ems


Auskünfte über den Wahlkampf und die Kandidaturen erhalten Sie direkt beim Wahlkampfleiter Johannes Pfenninger, dem Parteipräsidenten Peter Peyer oder dem Medienverantwortlichen Beat Wittwer !
Kontakt siehe unten bei Wahlausschuss!

Fragen und Bemerkungen an unsere KandidatInnen !

bitte stellen sie hier Ihre Fragen !
Geben Sie auch die gewünschte Auskunftsperson an, sie erhalten dann so schnell wie möglich Antwort auf Ihre Fragen

Termine - Veranstaltungen/Podien

25.09. Podium Avanti-Initiative, Chur Bahnhofbuffet, 20 Uhr
27.09. Velotour Prättigau/Herrschaft, Klosters-Malans
28.09. Seniorennachmittag mit Otto Stich, Chur, ab 16 Uhr
04.10. Velotour Puschlav
06.10. Podium Tiefencastel
14.10. Markt in Schiers


Medienhinweis 12.10.2003: Schlussmobilisierung
SP und JUSO rufen zur Wahlteilnahme auf!


Medienhinweis 12.10.2003
SP-Nationalratskandidaten am Dienstag 14. Oktober am Schierser Markt


Medienmitteilung 10. Oktober 2003 - Nationalratswahlen
SVP: Ein opportunistisches Doppelspiel

Medienmitteilung 6.10.2003: Nationalratswahlen
SP und JUSO auf Velotour im Puschlav


Medienmitteilung 29.9.2003
Nationalratswahlen - Alterspolitik
Otto Stich im Gespräch

Medienhinweis 01.10.2003:
Nationalratswahlen - Velowahltour ins Puschlav
4. Okt.: Die Kandidaten der SP und JUSO besuchen das Puschlav


Medienhinweis 30.09.2003:
Nationalratswahlen
6. Okt.: Grosses Wahlpodium in Tiefencastel

Avanti Avanti oder Anti Avanti?
Podiumsdiskussion zur Avanti-Initiative/2.Gotthardröhre
Donnerstag, 25. September, 20.00 Uhr im Bahnhofbuffet Chur
weitere Infos hier online lesen


Medienhinweis 24.9.2003:
Nationalratswahlen - Velotour Prättigau
SP-Kandidaten am 27. Sept. auf Postvelos durchs Prättigau

Alterspolitik – Politik im Alter - mit Alt-Bundesrat Otto Stich
Veranstaltung: Sonntag, 28. September - 16.00 – 18.00 - Aula Bündner Frauenschule, Chur
Gesprächsgast: Otto Stich, Alt-Bundesrat
Moderation: Martina Arpagaus, Journalistin,


Medienmitteilung 09.09.2003
Der soziale Lack ist ab bei der SVP
Zur Verunglimpfung von Menschen ohne Arbeit oder mit Behinderungen durch die SVP
SP Inserate in den Bündner Medien vom 10. September

Inserat im pdf-Format ansehen



Nationalratswahlen - Tour mit Postvelos
20. September - SP-Kandidaten besuchen Albulatal und Thusis
weitere Infos

Veranstaltung der SP Chur zu den Nationalratswahlen
Mit Kindern rechnen! - Film - Referat - Diskussion !
Familienpolitischer Abend mit Nationalrätin Jacqueline Fehr ZH
und den Bündner SP-Nationalratskandidaten

Freitag 19. September - 20.00 Uhr - Chur
(Kinderhaus St.Josef, Wiesentalstr. 1)


Medienmitteilung 5. Juli .2003
Auftakt Nationalratswahlen:
SP-Kandidaten werben für den Service public


Medieninformation 4.07.03
Wahlauftakt Nationalratswahlen 2003
Wahlkampf und politische Inhalte

Medienmitteilung 24. Mai 2003
SP-Nationalratsliste steht


Medienmitteilung 26.05.03:
JungsozialistInnen Graubünden:
JUSO-Frau Andrea Fopp auf SP-Nationalratsliste

Wahlausschuss Nationalratswahlen 2003

Johannes Pfenninger, Pratval - Wahlkampfleiter
079 / 610 29 15 - jpfenninger@spin.ch

Ursina Philipp, Churwalden - ursina.philipp@bluemail.ch
Arne Hegland, Malans - 081 330 69 18 - arne.hegland@biastoria.ch
Jürg Looser, Igis - 081 322 20 00 - looser@ilnet.ch
Andy Bühler, Pany - 081 332 38 38 - Fax 081 332 38 43
Jon Pult, JUSO Graubünden, Tel. 081 252 92 84, e-mail: cmpult@freesurf.ch
Andrea Hämmerle, Pratval - 081 655 16 30 - ahaemmerle@bluewin.ch
Paola Giovanoli, Malans - 081 322 58 69 - paola.giovanoli@freesurf.ch
Andrea Fopp, JUSO - andreafopp@hotmail.com
Peter Peyer, Chur 079 / 629 00 85 - ppeyer@bluewin.ch
Beat Wittwer, Domat/Ems - 079 699 32 82 - b.wittwer@bluewin.ch

Medienmitteilungen im Vorfeld der Nomination:

Medienmitteilung 13.05.03:
Nationalratswahlen 2003
SP-Geschäftsleitung empfiehlt ausgewogene Wahlliste


Medienmitteilung 22.05.03:
Nationalratswahlen 2003
JUSO Graubünden bestimmt Andrea Fopp als Juso-Kandidatin für die SP-Liste

Kandidaten Liste 1 - Kurzporträts

Andrea Hämmerle

Andrea Hämmerle 1946
Rietberg, 7415 Pratval
Tel. 081 655 16 30, ahaemmerle@bluewin.ch

Dr. iur. und Bio-Bauer

Nationalrat seit 1991

Seit 2001 Präsident der Nationalparkkommission

Verheiratet, zwei erwachsene eigene Kinder, ein Pflegekind

Pol. Schwerpunkte: Verkehr, Service public, Landwirtschaft

Mein Patriotismus: service public im ganzen Land

Andrea Hämmerle, Nationalrat, Pratval

Die selbsternannten rechten Patrioten verstehen die Isolation der Schweiz (das Nein zum EWR), das Rütli und die Armee als ihre wichtigsten Errungenschaften. Ich sehe das anders: Die moderne Schweiz ist wesentlich geprägt durch die flächendeckenden, hochstehenden und kostengünstigen Leistungen, die sie für alle Bürgerinnen und Bürger erbringt. Ich nehme nur vier Beispiele für diesen so wichtigen service public: Der öffentliche Verkehr, die Post, die Schule und die AHV.

Was heisst service public beim öffentlichen Verkehr? Regelmässige Postautokurse und Bahnver-bindungen (Stundentakt) im ganzen Land. Der öffentliche Verkehr bedient alle Dörfer und Städte; in der ganzen Schweiz gilt das gleiche Tarifsystem. Bei der Post heisst service public: Ein flächen-deckendes Poststellennetz im ganzen Land, distanzunabhängige Tarife (der Brief vom Münstertal in den Jura kostet gleichviel wie derjenige von Winterthur nach Zürich). Bei der Bildung heisst es: Unentgeltliche, qualitativ hochwertige Volksschule für alle, gleiche Weiterbildungschancen. Und bei der AHV geht es um eine garantierte sichere Rente für alle.

Diese Errungenschaften sind akut gefährdet durch die harte Politik der Bürgerlichen. Dabei sind zwei Tendenzen sehr gravierend: Die Spareuphorie und der Privatisierungsfimmel. Die Sparwut trifft natürlich nicht den rentablen Intercityzug von Zürich nach Bern, wohl aber die Postautokurse in abgelegene Dörfer und die teuren Bahnlinien im Berggebiet. Sie trifft die Jungen und die Alten und die Familien, die auf gut funktionierende öffentliche Dienste angewiesen sind. Sie trifft die Ar-beitsplätze abseits der Zentren. Sie trifft nicht die Milliardäre ­ die brauchen keinen service public, weil sie das alles privat organisieren können. Und was wird am liebsten privatisiert? Es sind die Fi-letstücke des service public. Wenn`s nach der FDP geht, soll der Bund die Aktienmehrheit an der hochrentablen Swisscom abgeben. Im Postbereich soll die Monopolgrenze fallen, damit die privaten Konkurrenten der Post in die interessanten Märkte eindringen können ­ am liebsten in den Agglo-merationen, wohl kaum im Safiental. Und vor kurzem noch forderte die SVP die Privatisierung und den Börsengang der AHV, weil damit das von Ebner propagierte schnelle Geld zu verdienen wäre.

Wir sollten dem über Jahrzehnte aufgebauten service public Sorge tragen. Post, SBB und RhB, öf-fentliche Schule und AHV sind die Grundlagen der Schweiz. Wir lassen sie uns weder kaputtsparen noch privatisieren. Sie bringen uns mehr als die Isolation, das Rütli und die Armee.

Paola Giovanoli

Paola Giovanoli Calcagno 1968
Oberdorf 81, 7208 Malans
Tel. 081 322 58 69, paola.giovanoli@gmx.ch

Ethnologin lic.phil.

Lehrerin - Dozentin für Soziologie und Medizinethnologie an der BGS, Chur

Redaktorin "Elternbriefe" pro juventute, Zürich

Mutter von Leonie

Schlichtungsbehörde für Mietfragen seit 2001

Präsidium und Vorstand SP Malans, SP Herrschaft/5 Dörfer

Geschäftsleitung SP Graub. 2000 - 2003

Präsidentin Film-Fest Malans seit 2001

Füür und Flamma für d’ Familia

Paola Giovanoli Calcagno, Nationalratskandidatin, Malans

Kinder zu haben ist so ziemlich das Beste was mir je passiert ist. Doch ich habe auch einen guten Beruf und nicht die Absicht, 20 Jahre Schulbildung in den Sand zu setzen. Kein Problem ­ in meinem Fall: Ich habe einen Mann, der seine Vaterrolle Ernst nimmt. Ich habe Eltern, die zusätzlich ein Mal die Woche meine Tochter übernehmen. Ich habe flexible Arbeitgeberinnen und kann Teilzeit mein Bestes geben. Und ich habe eine wunderbare Tochter, die das Ganze ziemlich gelassen nimmt.
Nicht alle Familien sind in so einer komfortablen Lage: Mal fehlt’s an Geld, mal an Betreuung, mal an Ausbildung. Doch Familien jeder Form sind das Herz der Gesellschaft. Dieses Herz pumpt Leben in den Staat. Und es macht seine Sache gut. Ziemlich lange schon sind wir sorglos damit umgegangen, haben die ganze Arbeit der Familie als Privatsache abgetan und ungeniert von ihr profitiert. Aber das Herz wird immer kleiner - Geburtenraten sinken kontinuierlich, die der Scheidungen steigen ebenso regelmässig. Und irgendwann geht diesem Herz der Schnauf aus.
Damit das nicht passiert, setze ich mich ein für:
* flexible Arbeitszeitmodelle. Teilzeitarbeit ist erwiesenermassen gut fürs "Geschäft": Teilzeitarbeitende kosten einen Betrieb durchschnittlich 3% mehr (Infrastruktur, Verwaltung), sind aber im Schnitt 10%leistungsfähiger und fehlen nur halb so oft wegen Krankheit. Teilzeitarbeitende sind oft zufriedener, können Familienleben und Beruf besser unter einen Hut bringen, wechseln seltener die Stelle und ihr Know-how bleibt der Firma erhalten.
* existenzsichernde Löhne. Denn wer mit 100% arbeiten schon unter dem Existenzminimum lebt, kann von Teilzeitarbeit nur träumen.
* echte Kinderzulagen, das heisst für jedes Kind den Kosten angemessene Zulagen, so wie es die Bündner Volksinitiative der SP vorsieht! Es kann nicht sein, dass 200'000 Kinder in der Schweiz keine oder nur Teilprozente des Kindergeldes bekommen.
* die Gleichstellung von Frau und Mann - auch in den Köpfen. Da ist nämlich noch einiges quer, zum Beispiel beim Mutterschaftsschutz, bei Kaderstellen in der Wirtschaft, in gewissen Teilen der Politik.
* eine Verkehrsberuhigung in Wohnquartieren. Denn Kinder, die im direkten Wohnumfeld spielen können und ohne Angst vor Autos zum Nachbarskind laufen, haben erwiesenermassen häufiger soziale Kontakte und sind motorisch weiter entwickelt als Kinder, die nur an der Hand der Eltern vor die Haustüre treten können.
* einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Ich fahre meistens Fahrrad und Zug, bin seit Jahrzehnten Mitglied von WWF, Greenpeace und VCS. Ich bin für energiepolitische Alternativen und gegen kurzsichtigen Atommüll oder gar eine zweite Gotthardröhre. Damit auch die Kinder unserer Kinder noch was haben von dieser wunderbaren Welt.

Andrea Fopp


Andrea Britta Fopp 1983
Masansertsrasse 21, 7000 Chur
Tel. 081 252 54 43, Nat 078 804 72 28, andreafopp@hotmail.com

Soziologie-Studentin
in spe

JUSO-Mitglied seit dem Gründungsjahr 2003

J&S-Leiterin bei den PfadfinderInnen

Politische Schwerpunkte: Bildung, soziale Gerechtigkeit, Umwelt






Aus der Schule. Für die Schule: Auf nach Bern!

Andrea Fopp, Nationalratskandidatin JUSO, Chur

Bildung ist eine der wenigen Ressourcen unseres Landes. In unserer Dienstleistungsgesellschaft kann nur eine gut ausgebildete Bevölkerung Wohlstand bringen. Qualifizierte Arbeitskräfte garantieren die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der Schweiz. Bildung fördert aber auch Toleranz, Verantwortungsbewusstsein, Selbstbestimmung und schafft somit die Grundlage für die freie De-mokratie. Gerade in unserer multikulturellen Gesellschaft ist Bildung die Basis für die Integration anderer Kulturen und Minderheiten.

Sparen im Bildungswesen gefährdet die Wohlfahrt unseres Landes und unserer Bevölkerung. Des-halb darf unsere Bildungsqualität nicht unter staatlicher Sparhysterie leiden.

Ich setzte mich für fairere, den Individuen angepasste Ausbildungsmöglichkeiten ein. Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung, deshalb mache ich mich gemäss JUSO-Parteiprogramm dafür stark, "...dass Personen aus unteren sozialen Schichten, Frauen und Bewohnerinnen und Bewohner ohne Schweizerpass sowie Menschen mit einer Behinderung die gleichen Bildungschancen haben."

Ich fordere,

* staatlich finanzierte klassenübergreifende Förderprogramme für überdurchschnittlich begabte sowie für Kinder mit mehr Schwierigkeiten. In einem Gesamtschulensystem könnte man die in-dividuelle Förderung umsetzen.

ß die Eingliederung behinderter Schülerinnen und Schüler in die Volksschule, um ihnen ein ge-sellschaftsnahes Leben zu ermöglichen und die Gesellschaft für ihre Anliegen zu sensibilisieren.

ß dass neben intellektuellen Fähigkeiten Sozialkompetenz und emotionale Intelligenz einen höheren Stellenwert im Bildungswesen erhalten.

ß eine vermehrte Thematisierung der geschlechtlichen Gleichstellungsfrage.

ß attraktive Rahmenbedingungen des Lehrerberufs sowie Kompetenznachweise der Lehrerinnen und Lehrer durch SchülerInnenräte und durch gegenseitiges Hospitieren der Lehrpersonen.

ß staatliche Bestimmungen, welche ein ausgeglichenes Angebot an Lehrstellen garantieren.

Ich kämpfe dafür, dass unser Bildungswesen nicht an Qualität verliert, sondern verbessert wird.
Bildung bringt Wohlstand, Selbstbestimmung und Freiheit!

Peter Peyer Präsident der SP Graubünden


Peter Peyer 1965
Postfach 508,
7001 Chur / Trin
Tel. 081 284 61 26, Nat 079 629 00 85, ppeyer@bluewin.ch

Handelsmittelschule und Kindergartenseminar

Berufsbegleitende Zusatzausbildung Management in Non-Profit-Organisationen

Gewerkschaftssekretär

Präsident SP Graub. Grossrat seit Mai 2003

Mitglied der Gewerkschaft vpod-NGO und der Naturfreunde Schweiz

Vater einer 10jährigen Tochter



Das soziale Netz erträgt keine Steuerschlupflöcher

Peter Peyer, Nationalratskandidat, Chur/Trin

Ein gerechtes Steuersystem und die solidarische Finanzierung der Sozialwerke für Alter, Krankheit, Invalidität oder Arbeitslosigkeit sichern das individuelle Wohl und die freie Lebensgestaltung aller Menschen in der Schweiz. Es ist deshalb ein zentrales Anliegen der Sozialdemokratie, dass im Be-reich Steuern und Sozialversicherungen weiterhin die wirtschaftlichen Möglichkeiten der einzelnen als Grundlage für ihre Beiträge massgebend sind. Oder, wie es Willi Brand gesagt hat: "Breite Schultern müssen mehr tragen."

Damit der Staat seine Ausgleichsfunktion wahrnehmen kann, braucht er grundsätzlich nicht nur genügend Mittel, sondern er muss diese Mittel auch gerecht und ökologisch sinnvoll einnehmen. Für uns stehen drei Elemente im Vordergrund:

1. Die ökologische Steuerreform muss wieder auf die Traktandenliste. Gerade angesichts der Hitze der letzten Wochen und der damit neu entflammten Diskussion über die Klimaveränderung wird uns wieder klar, von welch zentraler Bedeutung ein ökologisches Element in der Steuerpolitik für unsere Zukunft sein wird.

2. Der unselige Steuerwettbeweb muss endlich eingedämmt werden. Prüfenswert ist dazu das Steuerharmonisierungsmodell von Carl August Zehnder. Hohe Einkommen und Vermögen be-steuert danach ausschliesslich der Bund, da diese Einkommen nicht regional, sondern im natio-nalen und internationalen Geschäft erwirtschaftet werden und mit ihrer Mobilität und mit ihrer permanenten Wegzugsdrohungen den Steuerwettbewerb anheizen. Als Kompensation werden mittlere und tiefe Einkommen nur von den Gemeinden und den Kantonen besteuert.

3. Ein weiteres zentrales Element einer zukunftstauglichen Steuerordnung wird die nationale Erb-schaftssteuer sein. Als Folge der grossen Nachkriegsvermögen ist in den nächsten 20 Jahren damit zu rechnen, dass in der Schweiz insgesamt 900 Mrd. Franken vererbt werden. Bereits eine sehr moderate Erbschaftssteuer mit einem grosszügigen Freibetrag von 1 Mio. Franken brächte Einnahmen von rund 1 bis 2 Mrd. Franken pro Jahr.

Zum Schluss: Steuergerechtigkeit garantiert mehr soziale Gerechtigkeit. Dass die SP auch im Wahljahr die Partei für einen starken Sozialstaat ist, versteht sich von selbst. Zusammen mit den Gewerkschaften werden wir wenn nötig den "Heissen Herbst" bestreiten:

1. Wir verteidigen die Renten und ein flexibles Rentenalter für alle.

2. Wir wollen existenzsichernde Löhne für mehr soziale Sicherheit und Kaufkraft der Familien.

3. Wir wollen eine KVG-Revision, die ein einkommensabhängiges Element enthält.

4. Und zusammen mit den Gewerkschaften werden wir den Kampf für die Invalidenversicherung und für die überfällige Mutterschaftsversicherung und somit gegen die unsägliche Hass- und Lügenpropaganda der SVP führen.

Beat Wittwer

Beat Wittwer 1964
Gassa surò 7
7013 Domat/Ems
Tel. 081 633 21 27
Nat 079 699 32 82, b.wittwer@bluewin.ch

Lic. phil., Historiker/Mittelschullehrer

Medienbeauftragter SP Graubünden

Gemeinderat Domat/Ems 1993-2000

Gemeindevorstand seit 2001

Stiftungsrat Kreuzspital Chur

Mitglied Gewerkschaft vpod

Mitglied Tambouren-
verein Domat/Ems
sowie verschiedener Vereine in den Bereichen Soziales, Kultur und Umwelt.

Weitsicht ist nachhaltig: Sozial, wirtschaftlich und umweltfreundlich!

Beat Wittwer, Nationalratskandidat, Domat/Ems

Weitsicht kann sowohl örtlich als auch zeitlich verstanden werden. Der Blick über den nächsten Hügel oder Augenblick hinaus erweitert den Horizont und bietet Gelegenheit, seinen eigenen Standort sowie die Beziehung zu Mitmenschen und Umwelt besser kennen zu lernen. Und somit sind wir bereits bei der Nachhaltigkeit, welche ein rücksichtvolles Verhältnis zwischen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft postuliert.

Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts herrscht in unserem Staat noch oft ein kleinräumliches Denken, beschränkt auf den nationalen, kantonalen oder gar regionalen Horizont. Seit Jahrhunderten durch allerlei Umstände vor grösserem Unheil verschont, führte diese Sicherheit mancherorts zu einer an Arroganz grenzenden Selbstüberschätzung. Als aktuelles Beispiel sei der abgelehnte Flug-Staatsvertrag mit Deutschland aufgeführt, wo man aber inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes geweckt wurde.

Während die umliegenden Staaten und selbst Osteuropa durch erspriessliche Zusammenarbeit den ein-stigen helvetischen Musterknaben allmählich überholen, konkurrenzieren wir uns trotz Globalisierungs-Zeitalter intern mit 26 verschiedenen Modellen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Steuern und noch weiteren mehr... Der Föderalismus soll hier nicht verurteilt werden, er hat durchaus seine Berechtigung, wenn regionale Eigen- und Minderheiten zu berücksichtigen sind. Er darf aber nicht zur Verzettelung der Kräfte und zu Blindheit gegen aussen führen. Rücksicht und Toleranz ergeben sich nicht durch Abschottung. Beim Blick oder gar Schritt über die Grenzen stellen wir nämlich fest, dass unsere Nachbarn ähnliche Anliegen haben wie wir. Fragen über die Nutzung des Lebensraumes, der Migration, des Verkehrs, der Arbeits- und Güterverteilung müssen über politische Grenzen hinaus gelöst werden. Verschiedene Instrumente stehen uns zur Verfügung: Die Alpenkonvention, die Bilateralen Abkommen, die EU, die OSZE, die UNO... Nutzen und fördern wir sie als solidarische Aktivmitglieder, wir haben keine Unschuld zu verlieren. Die frische und offensive Aussenpolitik unserer Bundesrätin Micheline Calmy-Rey mag uns dabei ein Vorbild sein. Ich bin überzeugt davon, dass sich grenzüberschreitende Zusammenarbeit langfristig auszahlt, und zwar nicht bloss monetär.

Die Nachhaltigkeit wird zunehmend auch durch egoistisches und kurzfristiges Denken und Handeln beeinträchtigt. Die Auswirkungen des unheilvollen Runs auf die Shareholdervalues sind uns allen noch präsent. Gesunde Unternehmen wurden in den Strudel gerissen, Arbeitsplätze verschwanden, Vorsor-geeinrichtungen verloren ihre Reserven.... Für kurze saisonale Vergnügen werden Landschaften über- und umgebaut, die individuelle (Auto)mobilität erreicht Menschenrechtsstatus, Umweltschützer werden als Bedrohung empfunden... Wohin führt das?

Wir brauchen wieder mehr Zusammenarbeit statt Konkurrenz, mehr Verantwortungssinn statt Egoismus. Mit etwas Weitsicht gelingt der erste Schritt zur Nachhaltigkeit!






Seitenanfang | zurück