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Wahlen
Nationalrat 2003

Infos zur JUSO - Liste 8
Zeitschrift - Concret - Ausgabe Nationalratswahlen
Nationalratswahlen - SP Graubünden - Liste 1
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WählerInnenanteil: Listenverbindung SP und JUSO = 24,9 %
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KandidatInnen - nominiert am Parteitag vom 24. Mai 2003
Andrea Hämmerle, Pratval
Paola Giovanoli, Malans
Andrea Fopp, JUSO Graubünden
Peter Peyer, Chur
Beat Wittwer, Domat/Ems
Auskünfte über den Wahlkampf und die Kandidaturen erhalten Sie direkt
beim Wahlkampfleiter Johannes Pfenninger, dem Parteipräsidenten Peter Peyer oder dem Medienverantwortlichen
Beat Wittwer !
Kontakt siehe unten bei Wahlausschuss!
Fragen und Bemerkungen an unsere KandidatInnen !
bitte stellen sie hier Ihre Fragen !
Geben Sie auch die gewünschte Auskunftsperson an, sie erhalten dann so schnell wie möglich Antwort auf
Ihre Fragen
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Termine - Veranstaltungen/Podien
25.09. Podium Avanti-Initiative, Chur Bahnhofbuffet, 20 Uhr
27.09. Velotour Prättigau/Herrschaft, Klosters-Malans
28.09. Seniorennachmittag mit Otto Stich, Chur, ab 16 Uhr
04.10. Velotour Puschlav
06.10. Podium Tiefencastel
14.10. Markt in Schiers
Medienhinweis 12.10.2003: Schlussmobilisierung
SP und JUSO rufen zur Wahlteilnahme auf!
Medienhinweis 12.10.2003
SP-Nationalratskandidaten am Dienstag 14. Oktober am
Schierser Markt
Medienmitteilung 10. Oktober 2003 - Nationalratswahlen
SVP: Ein opportunistisches Doppelspiel
Medienmitteilung 6.10.2003: Nationalratswahlen
SP und JUSO auf Velotour im Puschlav
Medienmitteilung 29.9.2003
Nationalratswahlen - Alterspolitik
Otto Stich im Gespräch
Medienhinweis 01.10.2003:
Nationalratswahlen - Velowahltour ins Puschlav
4. Okt.: Die Kandidaten der SP
und JUSO besuchen das Puschlav
Medienhinweis 30.09.2003:
Nationalratswahlen
6. Okt.: Grosses Wahlpodium in Tiefencastel
Avanti Avanti oder Anti Avanti?
Podiumsdiskussion zur Avanti-Initiative/2.Gotthardröhre
Donnerstag, 25. September, 20.00
Uhr im Bahnhofbuffet Chur
weitere Infos hier online lesen
Medienhinweis 24.9.2003:
Nationalratswahlen - Velotour Prättigau
SP-Kandidaten am 27. Sept. auf Postvelos durchs Prättigau
Alterspolitik – Politik im Alter - mit Alt-Bundesrat
Otto Stich
Veranstaltung: Sonntag, 28. September - 16.00 – 18.00 - Aula Bündner Frauenschule, Chur
Gesprächsgast: Otto Stich, Alt-Bundesrat
Moderation: Martina Arpagaus, Journalistin,
Medienmitteilung 09.09.2003
Der soziale Lack ist ab bei der SVP
Zur Verunglimpfung von Menschen ohne Arbeit oder mit Behinderungen durch die SVP
SP Inserate in den Bündner Medien vom 10. September
Nationalratswahlen - Tour mit Postvelos
20. September - SP-Kandidaten besuchen Albulatal und Thusis
weitere Infos
Veranstaltung der SP Chur zu den Nationalratswahlen
Mit Kindern rechnen! - Film - Referat - Diskussion !
Familienpolitischer Abend mit Nationalrätin
Jacqueline Fehr ZH
und den Bündner SP-Nationalratskandidaten
Freitag 19. September - 20.00 Uhr - Chur (Kinderhaus St.Josef, Wiesentalstr. 1)
Medienmitteilung 5. Juli .2003
Auftakt Nationalratswahlen:
SP-Kandidaten
werben für den Service public
Medieninformation 4.07.03
Wahlauftakt Nationalratswahlen 2003
Wahlkampf und politische Inhalte
Medienmitteilung 24. Mai 2003
SP-Nationalratsliste steht
Medienmitteilung 26.05.03:
JungsozialistInnen Graubünden:
JUSO-Frau Andrea Fopp auf SP-Nationalratsliste
Wahlausschuss Nationalratswahlen 2003
Johannes Pfenninger, Pratval - Wahlkampfleiter
079 / 610 29 15 - jpfenninger@spin.ch
Ursina Philipp, Churwalden - ursina.philipp@bluemail.ch
Arne Hegland, Malans - 081 330 69 18 - arne.hegland@biastoria.ch
Jürg Looser, Igis - 081 322 20 00 - looser@ilnet.ch
Andy Bühler, Pany - 081 332 38 38 - Fax 081 332 38 43
Jon Pult, JUSO Graubünden, Tel. 081 252 92 84, e-mail: cmpult@freesurf.ch
Andrea Hämmerle, Pratval - 081 655 16 30 - ahaemmerle@bluewin.ch
Paola Giovanoli, Malans - 081 322 58 69 - paola.giovanoli@freesurf.ch
Andrea Fopp, JUSO - andreafopp@hotmail.com
Peter Peyer, Chur 079 / 629 00 85 - ppeyer@bluewin.ch
Beat Wittwer, Domat/Ems - 079 699 32 82 - b.wittwer@bluewin.ch
Medienmitteilungen im Vorfeld der Nomination:
Medienmitteilung 13.05.03:
Nationalratswahlen 2003
SP-Geschäftsleitung empfiehlt ausgewogene Wahlliste
Medienmitteilung 22.05.03:
Nationalratswahlen 2003
JUSO Graubünden bestimmt Andrea Fopp als Juso-Kandidatin
für die SP-Liste
Kandidaten Liste 1 - Kurzporträts
Andrea Hämmerle
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Andrea Hämmerle 1946
Rietberg, 7415 Pratval
Tel. 081 655 16 30, ahaemmerle@bluewin.ch
Dr. iur. und Bio-Bauer
Nationalrat seit 1991
Seit 2001 Präsident der Nationalparkkommission
Verheiratet, zwei erwachsene eigene Kinder, ein Pflegekind
Pol. Schwerpunkte: Verkehr, Service public, Landwirtschaft
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Mein Patriotismus: service public im ganzen Land
Andrea Hämmerle, Nationalrat, Pratval
Die selbsternannten rechten Patrioten verstehen die Isolation der Schweiz (das Nein zum EWR), das Rütli und
die Armee als ihre wichtigsten Errungenschaften. Ich sehe das anders: Die moderne Schweiz ist wesentlich geprägt
durch die flächendeckenden, hochstehenden und kostengünstigen Leistungen, die sie für alle Bürgerinnen
und Bürger erbringt. Ich nehme nur vier Beispiele für diesen so wichtigen service public: Der öffentliche
Verkehr, die Post, die Schule und die AHV.
Was heisst service public beim öffentlichen Verkehr? Regelmässige Postautokurse und Bahnver-bindungen
(Stundentakt) im ganzen Land. Der öffentliche Verkehr bedient alle Dörfer und Städte; in der ganzen
Schweiz gilt das gleiche Tarifsystem. Bei der Post heisst service public: Ein flächen-deckendes Poststellennetz
im ganzen Land, distanzunabhängige Tarife (der Brief vom Münstertal in den Jura kostet gleichviel wie
derjenige von Winterthur nach Zürich). Bei der Bildung heisst es: Unentgeltliche, qualitativ hochwertige Volksschule
für alle, gleiche Weiterbildungschancen. Und bei der AHV geht es um eine garantierte sichere Rente für
alle.
Diese Errungenschaften sind akut gefährdet durch die harte Politik der Bürgerlichen. Dabei sind zwei
Tendenzen sehr gravierend: Die Spareuphorie und der Privatisierungsfimmel. Die Sparwut trifft natürlich nicht
den rentablen Intercityzug von Zürich nach Bern, wohl aber die Postautokurse in abgelegene Dörfer und
die teuren Bahnlinien im Berggebiet. Sie trifft die Jungen und die Alten und die Familien, die auf gut funktionierende
öffentliche Dienste angewiesen sind. Sie trifft die Ar-beitsplätze abseits der Zentren. Sie trifft nicht
die Milliardäre die brauchen keinen service public, weil sie das alles privat organisieren können.
Und was wird am liebsten privatisiert? Es sind die Fi-letstücke des service public. Wenn`s nach der FDP geht,
soll der Bund die Aktienmehrheit an der hochrentablen Swisscom abgeben. Im Postbereich soll die Monopolgrenze fallen,
damit die privaten Konkurrenten der Post in die interessanten Märkte eindringen können am liebsten
in den Agglo-merationen, wohl kaum im Safiental. Und vor kurzem noch forderte die SVP die Privatisierung und den
Börsengang der AHV, weil damit das von Ebner propagierte schnelle Geld zu verdienen wäre.
Wir sollten dem über Jahrzehnte aufgebauten service public Sorge tragen. Post, SBB und RhB, öf-fentliche
Schule und AHV sind die Grundlagen der Schweiz. Wir lassen sie uns weder kaputtsparen noch privatisieren. Sie bringen
uns mehr als die Isolation, das Rütli und die Armee.
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Paola Giovanoli
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Paola Giovanoli Calcagno 1968
Oberdorf 81, 7208 Malans
Tel. 081 322 58 69, paola.giovanoli@gmx.ch
Ethnologin lic.phil.
Lehrerin - Dozentin für Soziologie und Medizinethnologie an der BGS, Chur
Redaktorin "Elternbriefe" pro juventute, Zürich
Mutter von Leonie
Schlichtungsbehörde für Mietfragen seit 2001
Präsidium und Vorstand SP Malans, SP Herrschaft/5 Dörfer
Geschäftsleitung SP Graub. 2000 - 2003
Präsidentin Film-Fest Malans seit 2001
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Füür und Flamma für d’ Familia
Paola Giovanoli Calcagno, Nationalratskandidatin, Malans
Kinder zu haben ist so ziemlich das Beste was mir je passiert ist. Doch ich habe auch einen guten Beruf und nicht
die Absicht, 20 Jahre Schulbildung in den Sand zu setzen. Kein Problem in meinem Fall: Ich habe einen Mann,
der seine Vaterrolle Ernst nimmt. Ich habe Eltern, die zusätzlich ein Mal die Woche meine Tochter übernehmen.
Ich habe flexible Arbeitgeberinnen und kann Teilzeit mein Bestes geben. Und ich habe eine wunderbare Tochter, die
das Ganze ziemlich gelassen nimmt.
Nicht alle Familien sind in so einer komfortablen Lage: Mal fehlt’s an Geld, mal an Betreuung, mal an Ausbildung.
Doch Familien jeder Form sind das Herz der Gesellschaft. Dieses Herz pumpt Leben in den Staat. Und es macht seine
Sache gut. Ziemlich lange schon sind wir sorglos damit umgegangen, haben die ganze Arbeit der Familie als Privatsache
abgetan und ungeniert von ihr profitiert. Aber das Herz wird immer kleiner - Geburtenraten sinken kontinuierlich,
die der Scheidungen steigen ebenso regelmässig. Und irgendwann geht diesem Herz der Schnauf aus.
Damit das nicht passiert, setze ich mich ein für:
* flexible Arbeitszeitmodelle. Teilzeitarbeit ist erwiesenermassen gut fürs "Geschäft": Teilzeitarbeitende
kosten einen Betrieb durchschnittlich 3% mehr (Infrastruktur, Verwaltung), sind aber im Schnitt 10%leistungsfähiger
und fehlen nur halb so oft wegen Krankheit. Teilzeitarbeitende sind oft zufriedener, können Familienleben
und Beruf besser unter einen Hut bringen, wechseln seltener die Stelle und ihr Know-how bleibt der Firma erhalten.
* existenzsichernde Löhne. Denn wer mit 100% arbeiten schon unter dem Existenzminimum lebt, kann von Teilzeitarbeit
nur träumen.
* echte Kinderzulagen, das heisst für jedes Kind den Kosten angemessene Zulagen, so wie es die Bündner
Volksinitiative der SP vorsieht! Es kann nicht sein, dass 200'000 Kinder in der Schweiz keine oder nur Teilprozente
des Kindergeldes bekommen.
* die Gleichstellung von Frau und Mann - auch in den Köpfen. Da ist nämlich noch einiges quer, zum Beispiel
beim Mutterschaftsschutz, bei Kaderstellen in der Wirtschaft, in gewissen Teilen der Politik.
* eine Verkehrsberuhigung in Wohnquartieren. Denn Kinder, die im direkten Wohnumfeld spielen können und ohne
Angst vor Autos zum Nachbarskind laufen, haben erwiesenermassen häufiger soziale Kontakte und sind motorisch
weiter entwickelt als Kinder, die nur an der Hand der Eltern vor die Haustüre treten können.
* einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Ich fahre meistens Fahrrad und Zug, bin seit Jahrzehnten Mitglied von
WWF, Greenpeace und VCS. Ich bin für energiepolitische Alternativen und gegen kurzsichtigen Atommüll
oder gar eine zweite Gotthardröhre. Damit auch die Kinder unserer Kinder noch was haben von dieser wunderbaren
Welt.
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Andrea Fopp
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Andrea Britta Fopp 1983
Masansertsrasse 21, 7000 Chur
Tel. 081 252 54 43, Nat 078 804 72 28, andreafopp@hotmail.com
Soziologie-Studentin
in spe
JUSO-Mitglied seit dem Gründungsjahr 2003
J&S-Leiterin bei den PfadfinderInnen
Politische Schwerpunkte: Bildung, soziale Gerechtigkeit, Umwelt
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Aus der Schule. Für die Schule: Auf nach Bern!
Andrea Fopp, Nationalratskandidatin JUSO, Chur
Bildung ist eine der wenigen Ressourcen unseres Landes. In unserer Dienstleistungsgesellschaft kann nur eine gut
ausgebildete Bevölkerung Wohlstand bringen. Qualifizierte Arbeitskräfte garantieren die wirtschaftliche
Konkurrenzfähigkeit der Schweiz. Bildung fördert aber auch Toleranz, Verantwortungsbewusstsein, Selbstbestimmung
und schafft somit die Grundlage für die freie De-mokratie. Gerade in unserer multikulturellen Gesellschaft
ist Bildung die Basis für die Integration anderer Kulturen und Minderheiten.
Sparen im Bildungswesen gefährdet die Wohlfahrt unseres Landes und unserer Bevölkerung. Des-halb darf
unsere Bildungsqualität nicht unter staatlicher Sparhysterie leiden.
Ich setzte mich für fairere, den Individuen angepasste Ausbildungsmöglichkeiten ein. Jeder Mensch hat
ein Recht auf Bildung, deshalb mache ich mich gemäss JUSO-Parteiprogramm dafür stark, "...dass Personen
aus unteren sozialen Schichten, Frauen und Bewohnerinnen und Bewohner ohne Schweizerpass sowie Menschen mit einer
Behinderung die gleichen Bildungschancen haben."
Ich fordere,
* staatlich finanzierte klassenübergreifende Förderprogramme für überdurchschnittlich begabte
sowie für Kinder mit mehr Schwierigkeiten. In einem Gesamtschulensystem könnte man die in-dividuelle
Förderung umsetzen.
ß die Eingliederung behinderter Schülerinnen und Schüler in die Volksschule, um ihnen ein ge-sellschaftsnahes
Leben zu ermöglichen und die Gesellschaft für ihre Anliegen zu sensibilisieren.
ß dass neben intellektuellen Fähigkeiten Sozialkompetenz und emotionale Intelligenz einen höheren
Stellenwert im Bildungswesen erhalten.
ß eine vermehrte Thematisierung der geschlechtlichen Gleichstellungsfrage.
ß attraktive Rahmenbedingungen des Lehrerberufs sowie Kompetenznachweise der Lehrerinnen und Lehrer durch
SchülerInnenräte und durch gegenseitiges Hospitieren der Lehrpersonen.
ß staatliche Bestimmungen, welche ein ausgeglichenes Angebot an Lehrstellen garantieren.
Ich kämpfe dafür, dass unser Bildungswesen nicht an Qualität verliert, sondern verbessert wird.
Bildung bringt Wohlstand, Selbstbestimmung und Freiheit!
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Peter Peyer Präsident der SP Graubünden
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Peter Peyer 1965
Postfach 508,
7001 Chur / Trin
Tel. 081 284 61 26, Nat 079 629 00 85, ppeyer@bluewin.ch
Handelsmittelschule und Kindergartenseminar
Berufsbegleitende Zusatzausbildung Management in Non-Profit-Organisationen
Gewerkschaftssekretär
Präsident SP Graub. Grossrat seit Mai 2003
Mitglied der Gewerkschaft vpod-NGO und der Naturfreunde Schweiz
Vater einer 10jährigen Tochter
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Das soziale Netz erträgt keine Steuerschlupflöcher
Peter Peyer, Nationalratskandidat, Chur/Trin
Ein gerechtes Steuersystem und die solidarische Finanzierung der Sozialwerke für Alter, Krankheit, Invalidität
oder Arbeitslosigkeit sichern das individuelle Wohl und die freie Lebensgestaltung aller Menschen in der Schweiz.
Es ist deshalb ein zentrales Anliegen der Sozialdemokratie, dass im Be-reich Steuern und Sozialversicherungen weiterhin
die wirtschaftlichen Möglichkeiten der einzelnen als Grundlage für ihre Beiträge massgebend sind.
Oder, wie es Willi Brand gesagt hat: "Breite Schultern müssen mehr tragen."
Damit der Staat seine Ausgleichsfunktion wahrnehmen kann, braucht er grundsätzlich nicht nur genügend
Mittel, sondern er muss diese Mittel auch gerecht und ökologisch sinnvoll einnehmen. Für uns stehen drei
Elemente im Vordergrund:
1. Die ökologische Steuerreform muss wieder auf die Traktandenliste. Gerade angesichts der Hitze der letzten
Wochen und der damit neu entflammten Diskussion über die Klimaveränderung wird uns wieder klar, von welch
zentraler Bedeutung ein ökologisches Element in der Steuerpolitik für unsere Zukunft sein wird.
2. Der unselige Steuerwettbeweb muss endlich eingedämmt werden. Prüfenswert ist dazu das Steuerharmonisierungsmodell
von Carl August Zehnder. Hohe Einkommen und Vermögen be-steuert danach ausschliesslich der Bund, da diese
Einkommen nicht regional, sondern im natio-nalen und internationalen Geschäft erwirtschaftet werden und mit
ihrer Mobilität und mit ihrer permanenten Wegzugsdrohungen den Steuerwettbewerb anheizen. Als Kompensation
werden mittlere und tiefe Einkommen nur von den Gemeinden und den Kantonen besteuert.
3. Ein weiteres zentrales Element einer zukunftstauglichen Steuerordnung wird die nationale Erb-schaftssteuer sein.
Als Folge der grossen Nachkriegsvermögen ist in den nächsten 20 Jahren damit zu rechnen, dass in der
Schweiz insgesamt 900 Mrd. Franken vererbt werden. Bereits eine sehr moderate Erbschaftssteuer mit einem grosszügigen
Freibetrag von 1 Mio. Franken brächte Einnahmen von rund 1 bis 2 Mrd. Franken pro Jahr.
Zum Schluss: Steuergerechtigkeit garantiert mehr soziale Gerechtigkeit. Dass die SP auch im Wahljahr die Partei
für einen starken Sozialstaat ist, versteht sich von selbst. Zusammen mit den Gewerkschaften werden wir wenn
nötig den "Heissen Herbst" bestreiten:
1. Wir verteidigen die Renten und ein flexibles Rentenalter für alle.
2. Wir wollen existenzsichernde Löhne für mehr soziale Sicherheit und Kaufkraft der Familien.
3. Wir wollen eine KVG-Revision, die ein einkommensabhängiges Element enthält.
4. Und zusammen mit den Gewerkschaften werden wir den Kampf für die Invalidenversicherung und für die
überfällige Mutterschaftsversicherung und somit gegen die unsägliche Hass- und Lügenpropaganda
der SVP führen.
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Beat Wittwer
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Beat Wittwer 1964
Gassa surò 7
7013 Domat/Ems
Tel. 081 633 21 27
Nat 079 699 32 82, b.wittwer@bluewin.ch
Lic. phil., Historiker/Mittelschullehrer
Medienbeauftragter SP Graubünden
Gemeinderat Domat/Ems 1993-2000
Gemeindevorstand seit 2001
Stiftungsrat Kreuzspital Chur
Mitglied Gewerkschaft vpod
Mitglied Tambouren-
verein Domat/Ems
sowie verschiedener Vereine in den Bereichen Soziales, Kultur und Umwelt.
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Weitsicht ist nachhaltig: Sozial, wirtschaftlich und umweltfreundlich!
Beat Wittwer, Nationalratskandidat, Domat/Ems
Weitsicht kann sowohl örtlich als auch zeitlich verstanden werden. Der Blick über den nächsten Hügel
oder Augenblick hinaus erweitert den Horizont und bietet Gelegenheit, seinen eigenen Standort sowie die Beziehung
zu Mitmenschen und Umwelt besser kennen zu lernen. Und somit sind wir bereits bei der Nachhaltigkeit, welche ein
rücksichtvolles Verhältnis zwischen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft postuliert.
Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts herrscht in unserem Staat noch oft ein kleinräumliches Denken, beschränkt
auf den nationalen, kantonalen oder gar regionalen Horizont. Seit Jahrhunderten durch allerlei Umstände vor
grösserem Unheil verschont, führte diese Sicherheit mancherorts zu einer an Arroganz grenzenden Selbstüberschätzung.
Als aktuelles Beispiel sei der abgelehnte Flug-Staatsvertrag mit Deutschland aufgeführt, wo man aber inzwischen
im wahrsten Sinne des Wortes geweckt wurde.
Während die umliegenden Staaten und selbst Osteuropa durch erspriessliche Zusammenarbeit den ein-stigen helvetischen
Musterknaben allmählich überholen, konkurrenzieren wir uns trotz Globalisierungs-Zeitalter intern mit
26 verschiedenen Modellen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Steuern und noch weiteren mehr... Der Föderalismus
soll hier nicht verurteilt werden, er hat durchaus seine Berechtigung, wenn regionale Eigen- und Minderheiten zu
berücksichtigen sind. Er darf aber nicht zur Verzettelung der Kräfte und zu Blindheit gegen aussen führen.
Rücksicht und Toleranz ergeben sich nicht durch Abschottung. Beim Blick oder gar Schritt über die Grenzen
stellen wir nämlich fest, dass unsere Nachbarn ähnliche Anliegen haben wie wir. Fragen über die
Nutzung des Lebensraumes, der Migration, des Verkehrs, der Arbeits- und Güterverteilung müssen über
politische Grenzen hinaus gelöst werden. Verschiedene Instrumente stehen uns zur Verfügung: Die Alpenkonvention,
die Bilateralen Abkommen, die EU, die OSZE, die UNO... Nutzen und fördern wir sie als solidarische Aktivmitglieder,
wir haben keine Unschuld zu verlieren. Die frische und offensive Aussenpolitik unserer Bundesrätin Micheline
Calmy-Rey mag uns dabei ein Vorbild sein. Ich bin überzeugt davon, dass sich grenzüberschreitende Zusammenarbeit
langfristig auszahlt, und zwar nicht bloss monetär.
Die Nachhaltigkeit wird zunehmend auch durch egoistisches und kurzfristiges Denken und Handeln beeinträchtigt.
Die Auswirkungen des unheilvollen Runs auf die Shareholdervalues sind uns allen noch präsent. Gesunde Unternehmen
wurden in den Strudel gerissen, Arbeitsplätze verschwanden, Vorsor-geeinrichtungen verloren ihre Reserven....
Für kurze saisonale Vergnügen werden Landschaften über- und umgebaut, die individuelle (Auto)mobilität
erreicht Menschenrechtsstatus, Umweltschützer werden als Bedrohung empfunden... Wohin führt das?
Wir brauchen wieder mehr Zusammenarbeit statt Konkurrenz, mehr Verantwortungssinn statt Egoismus. Mit etwas Weitsicht
gelingt der erste Schritt zur Nachhaltigkeit!
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