Die SP Graubünden hat die Sensation geschafft. Wir haben der SVP einen Nationalratssitz abgejagt und stellen nun zwei NationalrätInnen. Mit Sandra Locher Benguerel und Jon Pult schicken wir unsere beiden Besten nach Bern.

Dieser Coup war möglich dank dem unglaublichen Engagement unserer KandidatInnen und unserem Wahlteam. Entscheidend aber waren unsere Freiwilligen. Ihr Einsatz für unsere Kampagne für Klima und Fortschritt war beispiellos. Dank euch haben wir die Wahlen gewonnen. Und selbstverständlich: Ohne Geld funktioniert keine Wahlkampagne. Ob SpenderInnen, Freiwillige, Wahlteam oder KandidatInnen – wir sagen einfach: Danke!

Unsere neugewählte Vertretung in Bundesbern:

SANDRA LOCHER BENGUEREL
Nationalrätin

*1975
Primarlehrerin

Fondeiweg 2, Chur

079 658 13 53
locher.benguerel@bluewin.ch / www.locherbenguerel.ch

Ich stelle mich der Wahl.
Politik ist eine meiner Leidenschaften. Seit über zehn Jahren engagiere ich mich im Grossen Rat. Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mich fürs Nationalratsticket der SP Graubünden der Wahl zu stellen und meine politische Erfahrung für Graubünden auf nationaler Ebene in Bern einzubringen.

Ich bin mit Graubünden verbunden.
Als Bergsportlerin kenne ich den weit gefächerten Kanton genau. Als langjährige Grossrätin kenne ich die politischen Herausforderungen unseres Alpenkantons. Eine zukunftsträchtige Umwelt-und Klimapolitik, ein verantwortunngsvoller Umgang mit unseren Ressourcen und eine aktive Sprach- und Kulturpolitik sind wichtige Themen für Bern.

Ich bin mit der Schweiz verbunden.
Die Schweiz ist mitten drin. Als ganz grosses Thema sehe ich das Europadossier. In Bern würde ich mich für eine Schweiz einsetzen, welche das Wort mittendrin verdient und welche ihrer langjährigen humanitären Tradition mutig folgt.

Ich bin mit Menschen verbunden.
Mein Feuer brennt besonders stark für politische Themen, welche den Menschen direkt betreffen. Es stimmt mich nachdenklich, wenn ich sehe, wie gross die sozialen Unterschiede in unserer Gesellschaft nach wie vor sind. Der Strukturwandel und die Digitalisierung dürfen diese nicht noch verschärfen. Sozialdemokratische Werte sind nicht einfach gegeben, sondern müssen laufend neu verhandelt, verbessert und erkämpft werden.

Ich bin mit den Frauen besonders verbunden.
Seit über zehn Jahren stehe ich meine Frau in der Politik. Heute stehen mir als Frau viele Türen offen, welche für meine Mutter geschlossen waren. Der Bundesverfassungsartikel zur Gleichstellung muss nach 37 endlich umgesetzt werden. Ich möchte in Bundesbern als Bündnerin, sco dunna dal Grischun, den Frauen eine engagierte Stimme geben.

Ich baue Brücken.
Zurück zur Bergsportlerin. Auch in der Politik braucht es Ausdauer, Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit. Auch in der Politik geht es gemeinsam besser. Ich baue gerne Brücken zwischen Menschen und Interessensgemeinschaften. Während meinen Jahren in der Bündner Politik konnte ich mir ein grosses Netzwerk über die Parteigrenzen hinaus aufbauen. Meine Stärke ist das Lobbying. Die Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts, kreaitv sein, kritisch denken und kooperativ handeln, zeichnen mich aus. Ich denke kritisch, analysiere und kann auch schon mal ganz schön hartnäckig sein- im Zeitalter von fakenews ist dies unabdingbar. Mit Herzblut würde ich in Bern weitere Brücken schlagen und damit zu tragfähigen Lösungen beizutragen.

Ich bin bereit.
Es ist mir eine grosse Freude, gemeinsam mit diesem starken initiativen Team in den Wahlkampf zu gehen und möglichst viele Stimmen für die SP zu holen. Ich bin bereit. Ich bin motiviert. Ich stelle mich der Wahl.

JON PULT
Nationalrat

*1984
lic. phil., Kommunikationsberater

Engadinstrasse 19, Chur

076 508 16 33
jon@jonpult.ch / www.jonpult.ch

Seit ich 18 bin, brenne ich für Politik. Ich habe die JUSO mit gegründet, war sieben Jahre Churer Gemeinderat, sieben Jahre kantonaler Parteipräsident und acht Jahre Grossrat. Jetzt bin ich 34 und will mich in Bern für eine fortschrittliche Schweiz einsetzen. Als Vertreter des fortschrittlichen Graubündens.

Ich bin im Spital Scuol als schweizerisch-italienischer Doppelbürger geboren und habe in Guarda und Milano angefangen zu sprechen. Bevor ich in Domat/Ems und Chur in den Kindergarten kam, konnte ich als italienisch-romanischer Bub kein Wort Deutsch. Ich musste es lernen. Das war eine frühe Lektion: Miteinander reden heisst zuhören, verstehen – und selber verständlich sein. So baut man Brücken zueinander. Das hat mich geprägt. Brücken statt Mauern bauen. Mut statt Angst machen. Daran glaube ich. Als Mensch, als Politiker und auch in meinem Beruf als Kommunikationsberater einer Zürcher KMU.

Die Schweiz hat eine gute Zukunft, wenn sie Brücken baut. Zueinander und in die Welt. Unsere Chancen sind unsere kulturelle Vielfalt, unsere Innovationsbereitschaft und unsere sozialen Errungenschaften wie die AHV. Deutlich besser werden müssen wir beim Klimaschutz und in der Familienpolitik.

Eine schlechte Zukunft hat die Schweiz, wenn sie Mauern hochzieht. Wenn sich der Geld-Klüngel auf Kosten der Bevölkerung durchsetzt. Wenn die persönlichen Profite wichtiger sind als eine gesunde Natur. Oder wenn ein paar Mächtige für sich und ihre Freunde Extrawürste fordern und gleichzeitig auf Menschen herumtrampeln, die sich kaum wehren können.

Darum brenne ich für soziale Gerechtigkeit. Darum bekämpfe ich Misswirtschaft wie in der Olympia-Kampagne. Oder wie beim Baukartell-Skandal, als ich in der GPK die Einsetzung der ersten PUK in der Geschichte Graubündens mit auf den Weg brachte. Darum setze ich mich für eine intakte Umwelt ein. Darum bin ich Präsident der Alpen-Initiative.

In der Bündner Politik habe ich zu kämpfen gelernt. Aber auch, wie man aus der Minderheit heraus Mehrheiten gewinnen kann. Jetzt will ich mich in Bern für meine Überzeugungen einsetzen. Ich will dafür kämpfen, dass die Schweiz eine klimapolitische Pionierin wird. Ich will mich dafür engagieren, dass wir in der Schweiz endlich eine moderne Familienpolitik machen. Und: Ich will für eine soziale und offene Schweiz streiten. Darum will ich ins Bundesparlament.

Wenn man etwas verändern will, muss man manchmal etwas riskieren, aufs Ganze gehen. Deshalb habe ich letztes Jahr nicht mehr für den Grossen Rat kandidiert und bin offen zu meiner nationalen Ambition gestanden.

Deshalb bin ich heute bereit, als Nationalrat zu kandidieren – und auch als Ständerat. In anderen Kantonen sind solche Doppelkandidaturen normal. In Graubünden wage ich es als Erster. Ich habe mich für die Doppelkandidatur entschieden, weil es auch bei den Ständeratswahlen eine Alternative, eine echte Auswahl, braucht.

Ich möchte auch als Ständerat kandidieren, damit jemand die Interessen von möglichst vielen Bündnerinnen und Bündner vertritt – und nicht von möglichst vielen Verwaltungsräten.

Ich möchte auch als Ständerat kandidieren, weil sich viele Menschen Politiker wünschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen und nicht wie Wirtschafts-Lobbyisten auftreten.

Als dreisprachiger Bündner bin ich im ganzen Kanton verankert. Aber mit niemandem wirtschaftlich verbandelt. Das macht mich als Politiker frei.

Ich möchte, dass Graubünden nach den Wahlen im Nationalrat und im Ständerat durch unabhängige und fortschrittliche Politik auffällt. Darum habe ich Ja gesagt, als mich die Parteileitung für die Doppelkandidatur angefragt hat.