Die Kommission für Bildung und Kultur (KBK) des Grossen Rates kommunizierte heute, dass sie nicht bereit ist, eine Kulturreserve von 24 Millionen, verteilt auf die nächsten acht Jahre, zu unterstützen. Die SP Graubünden ist über den mangelnden Gestaltungswillen der KBK enttäuscht. Die Bündner Kulturschaffenden haben mehr verdient. Die 24 Millionen für das Bündner Kulturschaffen haben eine direkte Wirkung und schaffen Arbeitsplätze in Graubünden. Die SP wird sich in der Februarsession für die Kulturreserve von 24 Mio. einsetzen. Das unabhängig vom Ausgang der Olympia-Abstimmung, denn diese Geschäfte haben nichts miteinander zu tun.

In der grossrätlichen KBK setzte sich die SP für mehr Mittel für unsere Kultur ein. Das beste Kulturförderungsgesetzt ist wirkungslos, wenn die Mittel fehlen und die Bündner Kulturschaffenden keine Planungssicherheit haben. Eine Kulturreserve von 24 Millionen, verteilt auf die nächsten acht Jahre, kann das leisten. Die Förderung des äusserst vielfältigen Kulturschaffens in unserem Kanton entfaltet eine direkte Wirkung. Unsere Steuergelder werden in Graubünden investiert, schaffen Arbeitsplätze in der Kulturbranche und unterstützen Laienkultur und professionelles Kulturschaffen gleichermassen. Neben dem gesellschaftlichen Wert der Kultur, wird nicht zuletzt der Tourismus massgeblich davon profitieren.

Gewährt der Kanton mit der neuen Gesetzesgrundlage mehr und besser dotierte Leistungsvereinbarungen, leistet er Beiträge an Infrastruktur und regionale Kulturinstitutionen – insbesondere Museen – und zieht die regionale Kulturförderung subsidiär mehr Unterstützung nach sich, braucht die kantonale Kulturförderung markant mehr Mittel. Die SP fordert im Kulturförderungsgesetz einen Zusatzartikel, damit der Grosse Rat befristete Rahmenverpflichtungskredite für die Kulturförderung gewähren kann. Konkret muss der Kanton parallel zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes einen Rahmenverpflichtungskredit von 24 Millionen Franken für die nächsten acht Jahre sprechen.

Für die SP Graubünden ist die Ablehnung der Kulturreserve in der grossrätlichen Kommission unverständlich. Sie wird sich im Grossen Rat engagiert für mehr Mittel in der Kultur einsetzen. Die Kultur als wichtige Impulsgeberin für unseren Kanton hat das verdient. Die über 2’500 Unterzeichnenden der Kulturpetition zeigen auch, dass das Anliegen von der Bevölkerung getragen wird.

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