Erfahren Sie, wofür die SP Graubünden steht und wie unsere Politik für alle statt für wenige konkret aussieht. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfasung unserer Parteiprogramms. Zudem finden Sie unsere Positionspapiere nach Themenbereichen geordnet und eine Übersicht der aktuellen Pressemitteilungen.

Wir wollen Graubünden gestalten – Unser Parteiprogramm zusammengefasst.

PROBLEME AUS DEM LETZTEN JAHRZEHNT

Graubünden steht vor grossen Herausforderungen.
Wachsende Ungleichheiten bei der Verteilung von Chancen und Wohlstand, die Wirtschaftskrise, der Klimawandel und die Abwanderung aus unseren Talschaften finden statt. Für die notwendige Wende braucht es eine entschlossene Politik. Dafür steht die SP. Wir wollen soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit und bezahlbaren Wohnraum für alle, eine Offensive für saubere Energien, echten Klimaschutz, einen nachhaltigen Tourismus und mehr Demokratie dank neuen Strukturen. Wir haben einen Plan, um Graubünden im neuen Jahrzehnt zu gestalten. Deshalb zählen wir auf Ihr Vertrauen.

Welches sind die grossen Herausforderungen unserer Zeit? Welche Probleme müssen am dringendsten angepackt werden? Im Wesentlichen lassen sie sich in drei Punkten zusammenfassen:

1. Der soziale Zusammenhalt ist gefährdet.
2. Der Klimawandel und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen bedrohen uns.
3. Der fehlende Erneuerungswille führt zu Perspektivlosigkeit und Abwanderung.

 

GESTALTEN IM NEUEN JAHRZEHNT

Graubünden hat Potential. Um es auszuschöpfen, braucht unser Kanton im neuen Jahrzehnt eine politische Wende. Dafür steht die SP. Wir wollen die Herausforderungen anpacken. Wir wollen Graubünden gestalten, unseren Kanton erneuern, sein Potential nutzen, nicht einfach den heutigen Zustand verwalten.

Die Hauptziele unseres Gestaltungswillens und damit unseres Planes für das neue Jahrzehnt lassen sich entsprechend den oben erwähnten Problemen zu drei Schwerpunkten zusammenfassen:

1. Wir wollen ein sozial gerechtes Graubünden
2. Wir wollen den ökologischen Umbau Graubündens
3. W
ir wollen eine demokratische Erneuerung Graubündens

WIRTSCHAFT UND FINANZEN

Zum Menschsein gehört sinnstiftende Arbeit. Darum braucht es auch in Graubünden genügend Ar­beitsplätze mit gerechten Löhnen. Der Tourismus, die Industrie und das Gewerbe sind zusammen mit einem starken öffentlichen Dienstleistungssektor die wichtigsten Pfeiler der Bündner Wirtschaft. Die Landwirtschaft schafft dank ihrer Pflege der Landschaft Grundlagen für den Erfolg des Tourismus. Eine nachhaltige Entwicklung dieser Wirtschaftsbereiche muss zum Wohle der gesamten Bevölkerung angestrebt werden. Dabei ist auf die gerechte Verteilung des produzierten Wohlstandes und auf die Schonung der Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen zu achten.

Abzockerei und ruinöser Steuerwettbewerb einerseits, Sparpakete für den überwiegenden Teil der Bevölkerung andererseits prägten die letzten 10 Jahre. Die Finanzpolitik ist wieder in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen. Graubünden fördert mit öffentlichen Mitteln nur, was zugleich sozial gerecht, ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich verantwortlich ist. Ein starker Staat mit gerechten Steuerlasten ist dazu unabdingbar.

Heute verharrt Graubünden in veralteten und oft wenig demokratischen Strukturen. Rund 180 Gemeinden, fast ebenso viele Bürgergemeinden, 39 Kreise, 13 Regionalverbände, 11 Bezirke über 400 Zweckverbände sowie ein ungerechtes, völlig veraltetes Wahlsystem verunmöglichen ein zukunftsgerichtetes Planen und Handeln, eine gerechte Vertretung der Bevölkerung im Grossen Rat und erschweren eine aktive Be­teiligung der Menschen an den demokratischen Entscheidungsprozessen. Eine umfassende Erneuerung des Bündner Staatswesens und ein intelligenter Ausbau der Volksrechte sind notwendig.

VERNEHMLASSUNGEN

UMWELT VERKEHR UND ENERGIE

Die Marke Graubünden verkörpert offiziell die Werte „wahr“, „wohltuend“ und „weitsichtig“. Graubünden ist somit der Gegenentwurf zum Prozess der „Disneyfikation“ der Alpenwelt. Damit Graubünden auch in Zukunft mit wahren Werten erfolgreich sein kann, müssen Wertschätzung der Natur und wirtschaftliche Wertschöpfung untrennbar miteinander verknüpft werden. Menschen, Natur und Wirtschaft können in Graubünden im Gleichgewicht leben.

 

Der Klimakollaps droht. Die massive Verschwendung der fossilen Ressourcen ist schuld daran. Erdöl und Erdgas gehen zur Neige. Ein rascher und entschlossener ökologischer Umbau Graubündens zur 2000-Watt-Gesellschaft und zu neuen erneuerbaren Ressourcen wie Sonne, Wind oder Erdwärme ist dringend nötig. Handeln wir nicht, gefährden wir die Existenz von Mensch und Natur. Zudem bietet der ökologische Umbau eine saubere Perspektive für Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Kanton.

Kaum ein Kanton ist auf einen zukunftsgerichteten, flächendeckenden Service Public so angewiesen wie Graubünden. Ohne moderne Infrastrukturen und attraktive Dienstleistungen in den Bereichen öffentlicher Verkehr, Energieversorgung, Kommunikation und Gesundheitsversorgung sind wir als Bergkanton nicht zukunftsfähig. Zudem ist der Service Public ein Beschäftigungsmotor. Darum muss der Bündner Service Public im neuen Jahrzehnt so erneuert, optimiert und ausgebaut werden, dass Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt profitieren.  

VERNEHMLASSUNGEN

BILDUNG UND KULTUR

Bildung ist für Graubünden eine zentrale Ressource. Für uns ist sie noch mehr: Bildung ist Menschenrecht. Und zugleich ist Bildung der Stoff, aus dem Chancengleichheit gemacht wird. Ein breites Bildungs- und Kulturangebot stärkt unsere Gesellschaft und erhöht die Attraktivität Graubündens als Wohn- und Arbeit­s­ort. Wer Politik macht, muss dies entsprechend würdigen.

Graubünden ist seit je her ein multikultureller Kanton, geprägt von Vielsprachigkeit, Walsersiedlungen und südländischem Charme. Graubünden lebt zugleich wie kein zweiter Kanton von und mit Fremden – Touristinnen und Touristen oder Mitarbeitende in Pflege, Gastgewerbe, Bau und Industrie. Das Bewahren von Tradition bei gleichzeitiger Bewältigung des Neuen ist herausfordernd und bereichernd. Toleranz und Respekt sind für uns dabei ebenso selbstverständlich wie klare Regeln und Grenzen setzen.

VERNEHMLASSUNGEN

GESUNDHEIT UND SOZIALES

Wir wollen ein sozial gerechtes Graubünden. Menschen in jedem Lebensalter brauchen ein tragfähiges Netz. Soziale Gerechtigkeit muss immer wieder neu erkämpft werden – auch im neuen Jahrzehnt, auch hier bei uns. Fragen um Wohnen, Gesundheit, Gleichstellung sowie die Interessen von Familien mit Kindern stehen im Vordergrund.

VERNEHMLASSUNGEN

JUSTIZ UND SICHERHEIT

Die Schweiz hat traditionell immer von der Einwanderung profitiert und wird auch in Zukunft auf Einwanderung angewiesen sein. Ziel unserer Integrationspolitik ist es, Chancengleichheit und Teilhabe am öffentlichen Leben zu fördern und das Zusammenleben zwischen einheimischer und ausländischer Bevölkerung zu erleichtern. Wer in der Schweiz lebt, soll mitentscheiden und mitbestimmen dürfen. Die SP setzt sich deshalb für ein Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer und für ein einfacheres Bürgerrecht ein. Das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU hat die SP ebenfalls stets befürwortet. Damit die Früchte der Personenfreizügigkeit auch in Zukunft allen zugute kommen, müssen die flankierenden Massnahmen insbesondere auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt verstärkt werden.

VERNEHMLASSUNGEN