Die Atomausstiegsinitative schafft Sicherheit und stärkt die Energiewende sowie den Energiekanton Graubünden. Einstimmig fasste der Parteivorstand daher die JA-Parole.

Die Schweizer Atomkraftwerke (AKW) zählen zu den ältesten weltweit. Spätestens seit Fukushima ist klar, dass Unfälle überall geschehen können. In der dicht besiedelten Schweiz hätte ein solches Ereignis fatale Folgen. Daneben, dass sie ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, sind die AKW nicht mehr wirtschaftlich. Das zeigte sich noch stärker, wenn man die Risiken realistisch versichern und die Stilllegungs- und Entsorgungskosten realistisch einpreisen würde. Risiken und die noch ungelöste Atommüll-Lagerung werden aber auf die Steuerzahlenden abgewälzt. Beides wird teurer, je länger die Meiler am Netz sind.

Etappierung schafft (Planungs-)Sicherheit Der Atomausstieg ist darum in der Bevölkerung kaum bestritten und auch klar möglich. Kaum ein anderes Lands ist für die Energiewende besser positioniert als die Schweiz. Das potenzial an Erneuerbaren Ressourcen ist enorm: Wasser, Sonne, Wind, Biomasse, Holz. Die Energiestrategie 2050 zeigt, wie es gehen kann. Was fehlt, ist ein verbindlicher Plan für die Stilllegung der AKW. Hier setzt die Initiative an. Die fünf AKW würden gestaffelt in den Jahren 2017, 2024 und 2029 abgeschaltet. Diese simple Etappierung schafft Platz im Netz, Klarheit in der Politik und Planungssicherheit für die Wirtschaft. Ein klarer Ausstiegs-Entscheid liefert damit zusätzliche Impulse für inländische Investitionen in erneuerbare Energien.

Wasserkraft stärken, Wasserzinsen sichern Davon profitiert auch die Wasserkraft. Sie spielt schon heute eine wichtige Rolle und wird das in einer erneuerbaren Zukunft noch stärker tun. Stromversorgung aus Wind- und Sonnenerzeugnis ist wegen der Tageszeit-abhängigen Produktion vermehrt auf Speichermöglichkeiten angewiesen, etwa auf Pumpspeicherwerke. Aktuell leidet die Wasserkraft an den Verhältnissen am Strommarkt. Gehen aber AKWs vom Netz, werden Überkapazitäten abgebaut und das hilft auch der heimischen Wasserkraft. Eine solche Marktstärkung gibt den Bündner Konzessionsgemeinden Verhandlungsgewicht gegen die Angriffe der grossen Stromkonzerne. Diese machen Druck und wollen die Wasserzinsen abschaffen. Das wiederum würde viele Bündner Gemeinden in ihrer Existenz bedrohen. Ein JA zur Atomausstiegsinitiative ist darum nicht nur grundsätzlich richtig, sondern stärkt auch viele Bündner Gemeinden.

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