Die SP-Grossratsfraktion eröffnete die neue Legislatur 2014-18 mit einer Landsitzung am
Mittwoch, 13. August 2014 im Heidihof in Maienfeld. Nachdem sie ihre Legislaturziele
festgelegt hatte, galt es, die Fraktion zu organisieren. Als Fraktionspräsident wurde
Andreas Thöny, als Vizepräsidentin Sandra Locher-Benguerel bestätigt. Die Fraktion nahm
die Parteilose Nicoletta Noi-Togni wieder auf und kommt somit auf 16 Sitze. Schliesslich
wurden die Kommissionssitze in die ständigen Kommissionen besetzt.

Die beiden Sachgeschäfte der Augustsession, die Teilrevision des Einwohner-
registergesetzes und die Neuorganisation der Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Graubünden nach den Grundsätzen der Public Corporate Governance, waren
unbestritten.

Ebenso unbestritten war, dass die Fraktion den Auftrag Augustin über die Fortsetzung
der Finanzierung für Kulturinstitutionen unterstützt. Der Auftrag fordert, dass die fürs
2014 vom Grossen Rat beschlossene Aufstockung von 500’000 Franken für das Amt für
Kultur ab 2015 und die Folgejahre beibehalten werden sollen. Die Regierung lehnt den
Auftrag ab. Die SP-Fraktion ist von der Wichtigkeit und vom Nutzen der kulturellen Förderung
für den Kanton überzeugt. Kultur ist ein wertvoller Bestandteil unserer Gesellschaft und eine
Investition in die Zukunft. Die kulturellen Institutionen brauchen Planungssicherheit und
Kontinuität für Personal und Programm.

In Anbetracht der komfortablen Eigenkapitalsituation des Kantons ist die Haltung der
Regierung unverständlich, den finanzpolitischen Richtwert des maximalen Budgetdefizits
von 50 Mio. Franken Jahr für Jahr kritiklos umzusetzen. Auf der einen Seite kämpft die
Regierung um Mittel für den ausgewiesenen Mehrbedarf in der Kantonskasse und
andererseits hinterfragt sie nicht die auferlegten Fesseln. Das ist absurd. Ebenso absurd ist,
dass man für die weit weniger nachhaltigen Olympischen Winterspiele bereit war, 300 Mio.
Franken locker zu machen, während 0.5 Mio. Franken mehr in die Kultur aber nicht
drinliegen. Da besteht Handlungsbedarf.