Dank dem Druck der OlympiakritikerInnen und der Öffentlichkeit ist das Bündner Bewerbungsdossier für Olympia 2026 und das mit Steuergeldern finanzierte Grobkonzept der Bündner Wirtschaft nun öffentlich. Das ist gut so.

Im Abstimmungsflyer des Nein-Komitees ist dadurch aber ein kleiner Fehler enthalten, auf welchen diverse Medien nun aufmerksam machen. Wir stehen zu diesem Fehler. Zum Zeitpunkt der Drucklegung waren aber beide erwähnten Dokumente tatsächlich noch geheim. Ihre Veröffentlichung war – gegen den Willen der SP, aber entsprechend der Mehrheitsmeinung des Grossen Rates und der Vorberatungskommission – nicht absehbar.

Heute nun wurde die Bündner Bevölkerung flächendeckend mit einem mehrseitigen Flyer pro Olympia des Bündner Gewerbeverbandes bedient. Darin wird einmal mehr behauptet, dass Zürich Partner von Graubünden 2026 sei. Es ist schon seit Oktober 2016 bekannt, dass dem nicht so ist. Der Zürcher Stadtrat hat dies mehrfach und diese Woche nochmals bekräftigt. Es wäre zumindest ausgewogen, wenn auch auf diesen Fehler aufmerksam gemacht würde. Und es könnte dann auch gesagt werden, dass es entgegen der Darstellung im Gewerbeverbandsflyer sowohl temporäre Bauten für Graubünden 2026 braucht (für 220 Millionen Franken) wie auch zahlreiche Neubauten und teure Sanierung von bestehenden Anlagen.

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