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Medienmitteilung der SP Graubünden vom 20. Dezember 2006
zur Debatte über Unterkünfte für AsylbewerberInnen

Valzeina wählt den richtigen Weg

Das jahrelange verbale Eindreschen auf Menschen ohne Schweizer Pass der bürgerlichen Parteien unter Führung der SVP zeigt Wirkung. Mit dem klaren Ja zur Verschärfung des Asylrechts in der Volksabstimmung vom September 2006 sind Asylsuchende unter einen generellen Missbrauchs- und Kriminalitätsverdacht gestellt worden. Der Sprachgebrauch etwa der SVP in diesem Zusammenhang ist entlarvend.

Es ist also nicht verwunderlich, dass keine Bündner Gemeinde mehr bereit scheint, Asylsuchende aufzunehmen. Dass sich darunter auch ganze Familien, Kinder, ältere Menschen befinden, deren einziges "Vergehen" ist, dass sie in ihrer Heimat keine Perspektive mehr haben, wird ausgeblendet.
Ein ermutigendes Zeichen kommt jetzt aus Valzeina. Dass die Kleinstgemeinde nicht bereit ist, ein Heim für Asylsuchende zu akzeptieren, von dem offenbar nicht einmal die Bündner Fremdenpolizei weiss, welche Asylsuchenden darin genau unterzubringen seien, ist nachvollziehbar. Dass gleichzeitig nun aber von Valzeina auch das Angebot gemacht wird, endlich wieder von Integration oder zumindest "aufnehmen" zu sprechen, ist zu begrüssen. Diese Haltung hebt sich auch wohltuend vom plumpen Getöse der Touristiker auf der Lenzerheide ab. Deren Auffassung von zumutbaren, weil zahlungskräftigen AusländerInnen und unerwünschten, weil heimatlosen AusländerInnen, wird normalerweise als Apartheid bezeichnet. Auf der Lenzerheide heisst dies beschönigend "Interessen des Tourismus wahrnehmen".

Der Bündner FDP-Regierungsrat Martin Schmid und seine rechte Hand, SVP-Frepochef Heinz Brand, sind nun gefordert. Die SP Graubünden erwartet, dass bei der Unterbringung von Asylsuchenden nicht einfach finanzielle Überlegungen vorgeschoben werden, sondern transparente, nachvollziehbare Kriterien festgelegt werden. Das Kompromissangebot von Valzeina mit dem Rest. Alpenrose soll unbedingt genutzt werden. Es könnte wegweisend für eine unaufgeregte Suche nach und eine sachliche Diskussion zur menschenwürdigen Unterbringung von Asylsuchenden mit oder ohne dauerndem Aufenthaltsrecht in Graubünden sein.


Für weitere Auskünfte:
Peter Peyer, Präsident SP Graubünden, Tel. 079 629 00 85
Gustav Ott, Mitglied Parteivorstand SP Graubünden, 079 242 77 59



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