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Medienmitteilung vom 29. August 2005
SP-Parolen zu den eidg. Abstimmungen vom 24. September

Klares Ja der SP Graubünden zur Stärkung der AHV
und einstimmiges Nein zur Abschaffung des Asylrechts

Der Parteivorstand der SP Graubünden hat kürzlich die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 24. September gefasst. Nach eindrücklichen Ausführungen von Rolf Zimmermann (Gastreferent Gewerkschaftsbund Schweiz) zur Initiative Nationalbankgewinne für die AHV und dem engagierten Hintergrundbericht von Paola Giovanoli, Malans zu den beiden Vorlagen betreffend Änderung des Asyl- und Ausländerrechtes, fasste der Vorstand der SP Graubünden klar die Ja-Parole zur sogenannten KOSA-Initiave und die einstimmigen Nein-Parolen zum revidierten Asyl- und Ausländergesetz

Die KOSA-Initiative will die Nationalbankgewinne neu aufteilen. 1 Mia soll weiterhin den Kantonen zukommen. Der Gewinn der darüber hinausgeht, soll der AHV gutgeschrieben werden. Wie der als Gastreferent eingeladene Vertreter des Gewerkschaftsbundes Schweiz, Rolf Zimmermann, glaubwürdig darlegte, ist die vielfach behauptete Beeinflussung des Geschäftsergebnisses der Nationalbank durch die Politik nicht möglich, da das Direktorium der Nationalbank innerhalb ihres gesetzlichen Auftrages frei operiert. Der Referent überzeugte die Anwesenden Mitglieder des SP-Parteivorstandes im Weiteren durch die fundierten Erläuterungen, die Diagramme und Berechnungen zu den Entwicklungen bei der Demographie und Finanzierung der AHV. Es geht dabei nicht um eine Lösung für alle Zeit, aber eine Stärkung und Sicherung der AHV mindestens bis ins Jahr 2013. Die Versammlung folgte der Empfehlung von Rolf Zimmermann und beschloss die JA-Parole bei einer Enthaltung

Zur Revision des Asyl- und des Ausländergesetzes hörte die Versammlung einen engagierten und eindrücklichen Hintergrundbericht von Paola Giovanoli aus Malans. Die Probleme im Vollzug des Asyl- und Ausländerrechts sind vielfältig. Asylgesetzrevisionen mit entsprechenden Verschärfungen hatten in den letzten Jahrzehnten Hochkonjunktur, wobei die Probleme nicht gelöst sondern vor allem auf Gemeinden und Kantone verschoben wurden. Die Leidtragenden sind jeweils die Schutzsuchenden. Gemäss neuem Gesetz sollen unter anderem Flüchtlinge die nicht innerhalb von 48 Stunden Reisepass oder Identitätskarte abgeben sogar vom Asylverfahren ausgeschlossen werden, was bei Verfolgten unrealistisch und auch völkerrechtswidrig wäre. Dies würde zudem faktisch einer Abschaffung des Asylrechts gleichkommen. Besonders störend sind auch die Bestimmungen über die Strafbarkeit für Hilfeleistungen von Schweizerinnen und Schweizern gegenüber Asylsuchenden oder abgewiesenen Flüchtlingen. Eine offene und solidarische Schweiz, die sich seiner humanitären Tradition verpflichtet fühlt, kann sich so ein Asylrecht nicht leisten. Der SP-Parteivorstand beschloss einstimmig die Nein-Parolen zur Revision des Asyl- und des Ausländergesetzes.


Für weitere Auskünfte:
KOSA
Peter Peyer, Grossrat und Parteipräsident - 079 629 00 85
Johannes Pfenninger, Grossrat - 079 610 29 15
Asyl- und Ausländerrecht:
Paola Giovanoli, Malans - 081 322 58 69
Gustav Ott, Domat/Ems - 081 633 38 36











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