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Medienmitteilung 11. September 2005: Personenfreizügigkeit
Veranstaltungsbericht zur Podiumsdiskussion in der Firma Hamilton, Bonaduz

Arbeitsplätze dank Personenfreizügigkeit

Im Rahmen einer Vortragsreihe zur Abstimmung über die Personenfreizügigkeit veranstalteten kürzlich die SP Graubünden und die Hamilton AG einen gemeinsamen Informationsabend in Bonaduz. Unter der Moderation von Peter Peyer, Präsident SP GR, referierten Nationalrat Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, sowie Andreas Wieland, CEO der Hamilton AG Bonaduz.

Unternehmer und Gewerkschaften ziehen bei der Frage betreffend Personenfreizügigkeit am gleichen Strick. Die gemeinsame Veranstaltung in Bonaduz zeigte auf, dass vom Ausgang der Abstimmung vom 25. September auch Arbeitsplätze in der Region betroffen sein können. Die Hamilton AG in Bonaduz fertigt heute mit 400 Mitarbeitern Medizinalgeräte im High-Tech-Bereich, welche zu 70% in die alten EU-Staaten exportiert werden. CEO Wieland erhofft sich durch die Öffnung zu den aufstrebenden neuen EU-Staaten eine Umsatzsteigerung von 10-20%. Bei der Ablehnung der erweiterten Personenfreizügigkeit befürchte Hamilton jedoch auch Probleme mit den alten EU-Staaten. Dank Niederlassungen im EU-Raum könnte die Firma weiter bestehen, doch müssten allenfalls Arbeitsplätze aus der Schweiz abgezogen werden.

Gewerkschaftspräsident Rechsteiner erläuterte die historische Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa. Es sei eine Tatsache, dass die EU seit Mai 2004 aus 25 Staaten bestehe und es könne wohl nicht sein, dass die Schweiz als einziger Staat der Welt unterschiedliche Beziehungen zu diesen Staaten unterhalte. Bei einer solchen Ungleichbehandlung drohe der Zusammenfall der bilateralen Verträge, wodurch wiederum die Planungssicherheit und damit auch Arbeitsplätze gefährdet wären. Gerade durch die vorgesehenen flankierenden Massnahmen bedeute ein Ja zur Personenfreizügigkeit auch eine Verstärkung des Arbeitnehmerschutzes. Eine bessere Variante sei nicht zu erhoffen, denn die heutige Vorlage sei noch mit den 15 alten EU-Mitgliedern ausgehandelt worden, zukünftig würden aber 25 Partner mitreden.

In der anschliessenden Fragerunde konnten die Referenten wiederholt die bisher positiven Erfahrungen mit den bilateralen Abkommen sowie die Bedeutung der wirtschaftlichen Öffnung der Schweiz hervorheben.





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