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Medienmitteilung 20.02.2005: Parteitag in Feldkirch

Bündner Sozialdemokraten bekennen sich zur Öffnung

"Freundschaft" lautet die Grussformel der Vorarlberger Sozialdemokraten, deren Präsidentin Elke Sader die Bündner Genossinnen und Genossen im Feldkircher Montforthaus willkommen hiess. Die positive Botschaft übertrug sich offensichtlich auf die von Präsident Peter Peyer und Sekretär Johannes Pfenninger geleitete Tagung, welche von einem informativen und harmonischen Stil geprägt war. Rund 70 Delegierte und Gäste unternahmen den Weg ins benachbarte Ausland, um sich vor Ort über die EU-Politik und die Bedeutung der Bilateralen Abkommen orientieren zu lassen. Die Grundsatzentscheide zu diesen Abkommen fielen schliesslich unmissverständlich positiv aus. Mit einer Statutenrevision wurden zudem die Parteiorgane und deren Aufgaben neu strukturiert.

Der Vorarlbergische Europa-Parlamentarier Herbert Bösch zeigte in seinem engagierten Vortrag auf, wie weit die Schweiz bereits heute mit der EU verknüpft ist und wie sie etwa in den Bereichen Forschung und Verkehrspolitik gar eine Vorbildfunktion innehat. Schon heute bezahlt die Schweiz namhafte Beiträge an verschiedene EU-Projekte. Als Mitglied müsste sie aber nicht nur bezahlen, sondern könnte aktiv mitbestimmen. Der Bestätigung der Bilateralen Verträge II durch das EU-Parlament sieht Bösch positiv entgegen.

Nationalrat Andrea Hämmerle orientierte im Hinblick auf die absehbaren eidgenössischen Abstimmungen über die beiden Dossiers Schengen/Dublin sowie Personenfreizügigkeit. Schengen/Dublin sei EU-Standard und würde auch für die Schweiz in Bezug auf Reisepolitik, Asylwesen und Menschenrechte Vorteile bringen. Insbesondere unterstrich Hämmerle die Bedeutung des Schengen-Visums für die Bündner Tourismusindustrie. Da die EU-Mitgliedstaaten unterienander gleichgestellt seien, sei die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen Mitgliedstaaten eine logische Folge. Die Problematik des Lohndumpings könne und müsse aber durch konsequente Einhaltung der flankierenden Massnahmen sichergestellt werden.

Im Anschluss an die Referate fasste der Parteitag seine Grundsatzentscheide zu den beiden Dossiers. Ohne Gegenstimmen (mit lediglich einer Enthaltung) sprachen die Bündner Sozialdemokraten sowohl dem Dossier Schengen/Dublin sowie der erweiterten Personenfreizügigkeit unmissverständlich ihre Unterstützung zu.

Die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wurde nochmals in einer Präsentation von Stefan Grass unterstrichen, der zu Verkehrsfragen im Dreiländereck Schweiz/Österreich/Liechtenstein Stellung bezog. Die Forderung nach einer deutlichen Verbesserung des Bahnnetzes zwischen Chur und Bodensee fand in der Versammlung einhellige Zustimmung.

Zentralen Punkt der geschäftlichen Traktanden bildete die Gesamtrevision der Parteistatuten. Mit einer Neuordnung der Parteiorgane und deren Aufgaben soll die SP Graubünden weiter gestärkt werden. Die bisher mit 19 Personen besetzte Geschäftsleitung wurde massiv verkleinert, mit noch neun Mitgliedern soll sie zukünftig die operativen Geschäfte effizienter bewältigen können. Folgende Personen gehören der neuen Geschäftsleitung von Amtes wegen und durch Wahl an: Die bisherigen Peter Peyer (Präsident), Tanja Bischofberger (Vizepräsidentin), Paola Giovanoli (Vizepräsidentin), Christina Bucher (Fraktionspräsidentin), Johannes Pfenninger (Parteisekretär), Jon Pult (JUSO), Stefan Ograbek (Roveredo) und neu die Churer Sektionspräsidentin Tina Gartmann sowie Andy Bühler, Werbefachmann aus Pany. Als strategisches Organ ist der Parteivostand vorgesehen, am Parteitag konnten 40 der maximal 45 Sitze besetzt werden.


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Für weitere Auskunft stehen bereit:
Beat Wittwer, Medienbeauftragter, 081 633 21 27, 079 699 32 82
Peter Peyer, Präsident, 079 629 00 85




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