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Medienmitteilung 26.08.04 : Abstimmungsparolen zum 26.09.04



SP-Abstimmungsparolen

Nein zum missratenen Wirtschaftsentsicklungsgesetz,
klares Ja zu den Bundesvorlagen


Die Bündner Sozialdemokraten entschieden sich zur Parolenfassung zum 26. September für einen besonderen Versammlungsort: Das Lokal der Associazione Campana an der Churer Rossbodenstrasse, der Treffpunkt italienischer Einwanderer verschiedener Generationen.

Zum Einstieg referierte die St. Galler Nationalrätin Hildegard Fässler, Präsidentin der SP Bundeshausfraktion, über Winkelriede und Winkelzüge im Bundesbern. In der letzten Legislatur habe sich eine Mehrheit der bürgerlichen Parlamentarier zunehmend für privilegierte Minderheiten eingesetzt. Als dann am 10. Dezember die Herren Blocher und Merz in die Bresche sprangen, sei dieser Trend noch verstärkt worden. Für ein wenig Erfolg werde vieles geopfert, nötigenfalls auch mit unlauteren Mitteln. Konstruktive Lösungen werden verdrängt anstatt angegangen. Ein Lichtblick sei hingegen, dass momentan gegen die SP keine Abstimmung gewonnen werden könne. So sei zu hoffen, dass nach den Erfolgen bei Steuerpaket, Avanti und AHV-Revision die SP auch am 26. September bei den Gewinnern anzutreffen sei.

Zur Abstimmung über das Wirtschaftsförderungsgesetz sprachen die Grossräte Johannes Pfenninger (Pratval) und Christoph Jaag (Schiers). Sie wiesen darauf hin, dass dieses Referendum durch gemeinsame Anstrengung von SP und Umweltverbänden zustande kam. Mitten in einem massiven Sparprogramm werde ein Gesetz ohne klare Strategie präsentiert. Es fehle der Vorlage an Nachhaltigkeit und Innovation, gefragt wären aber attraktive Rahmenbedingungen und Impulse für Service public, Wohnen oder Bildung. Zum vorliegenden Gesetz beschlossen die SP-Delegierten einstimmig die NEIN-Parole. Verhalten unterstützt wird jedoch die Änderung von Art. 35 der Kantonsverfassung bezüglich Ausnahmen in der kantonalen Budgetkompetenz. Bei der Regierungs-Ersatzwahl unterstützt die SP ausdrücklich keinen Kandidaten.

SP-Vizepräsidentin Paola Giovanoli (Malans) erläuterte die Vorlage zum Erwerbsersatz für Dienstleistende und Mutterschaft. Seit dem 19. Jahrhundert sei in der Schweiz der Mutterschaftsschutz nach der Niederkunft verankert, jedoch fehle immer noch die finanzielle Regelung. Nun sei endlich eine solidarische und technisch praktikable Lösung gefunden worden. Diese wurde von den Anwesenden einstimmig gutgeheissen.

Gemeinderat Thomas Hensel (Chur) verwies bei den Abstimmungsvorlagen über die erleichterte Einbürgerung der Zweit- und Drittgeneration auf die namhaften Beiträge der Immigranten an unsere Wirtschaft, insbesondere bei der Errichtung von Kraftwerken, Strassen und Häusern oder im Einsatz für Tourismus- und Industriebetriebe. Viele Einwanderer seien inzwischen praktisch zu Schweizern geworden. Die SP stimmt den beiden klar geregelten Einbürgerungsvorlagen einstimmig zu.

Gewerkschafter Albin Simeon (Chur) betonte in seiner Präsentation zur Poststelleninitiative die sozialpolitische und wirtschaftliche Bedeutung der Post, insbesondere im Berggebiet. Allein in Graubünden ist die Anzahl Poststellen in den letzten Jahren von 260 auf 170 geschrumpft, weitere 90 Poststellen und damit auch zahlreiche Arbeitsplätze seien bedroht. Die Bündner Sozialdemokraten stehen daher überzeugt für die Poststelleninitiative ein.


Die Parolen der SP Graubünden für die Abstimmungen und Wahlen vom 26.09.2004:

Eidgenössische Vorlagen

2X JA zum Bürgerrecht der zweiten und dritten Generation

JA zur Initiative "Postdienste für alle"

JA zum Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft


Kantonale Vorlagen

NEIN zum Wirtschaftsentwicklungsgesetz

JA zur Verfassungsrevision, Art. 35 Budgetkompetenz


Ersatzwahlen Regierung

Keine Unterstützung


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Kontaktpersonen (Adressen nicht zur Publikation bestimmt):

Peter Peyer, Parteipräsident, 079 629 00 85
Johannes Pfenninger, Sekretariat 079 619 29 15
Beat Wittwer, Medienverantwortlicher 079 699 32 82




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