SP Graubünden / PS grischuna / PS grigionese

Medienmitteilung 9.05.03:


Keine Angst vor der Gesundheitsinitiative


"Wer weniger verdient, soll weniger bezahlen!" Diese unmissverständliche Forderung verkündet das SP-Unikatsplakat, das zur Zeit an der Deutschen Strasse beim Masanser Strassenkreisel hängt. Auf dem Plakat stehen sich die Portraits von Krankenschwester Christine Schnyder und Pharmamillionär Daniel Vasella gegenüber, welche trotz einer drastischen Einkommensdifferenz genau dieselbe Krankenkassenprämie zu entrichten haben. Die Aufhebung dieses unsozialen und in Europa einmaligen Kopfprämiensystems steht im Zentrum der SP-Gesundheitsinitiative, über die am 18. Mai abgestimmt wird. Die Kopfprämien sollen ersetzt werden durch auf die Finanzkraft abgestützte Beiträge sowie durch Einnahmen der Mehrwertsteuer. Die Initianten erwarten dadurch eine massive Entlastung der unteren und mittleren Einkommensklassen, für bis zu 80% der Bevölkerung.

Die Befürworter der Initiative weisen die Angstmacherei der bürgerlichen Komitees zurück. Die Bündner Sektionen der Sozialdemokratische Partei, der Gewerkschaft VPOD (Verband Personal öffentlicher Dienste) sowie der Berufsverbände SBK (Schweizerischer Berufsverband für Krankenpflege) und SBGRL (Schweizer Berufs- und Fachverband für Geriatrie- und Langzeitpflege) treten gemeinsam für die Anliegen der Initiative ein. Nathalie Ackermann-Frösch, vpod-Vorstandsmitglied und Krankenschwester: "Eine gute Gesundheitsversorgung ist ein zentrales Standbein des Service public. Patienten und Patientinnen kommen aus allen Einkommensklassen. Dank der Gesundheitsinitiative ist eine hochstehende, optimale Behandlung auch in Zukunft für alle gewährleistet. Aber die Prämienlasten werden gerechter verteilt." Der Solidaritätgedanke steht auch für SBGRL-Präsidentin Klara Schweizer im Vordergrund: "Viele ältere Menschen haben sich ein halbes Leben lang halbprivat oder privat versichert, ohne je grosse Leistungen zu beziehen. Heute können sie sich nicht einmal mehr die allgemeine Grundprämie leisten. Ein Ja zur Gesundheits-Initiative sorgt für mehr Solidarität zwischen den Generationen." SP-Grossrat und Arzt Mathis Trepp weist ausdrücklich darauf hin, dass die Initiative auch zur Kostendämpfung beiträgt: "Die Initiative bietet eine griffige Verfassungsgrundlage, um unser Gesundheitssystem wieder in Ordnung zu bringen. Der Bund erhält die Kompetenzen zur Regelung der Spitzenmedizin und zur Koordination der kantonalen Gesundheitsplanungen."